Hallo, darf ich mich vorstellen?

Hallo, darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist Peppi, ich bin ein Beagle und schon fast 4 Jahre alt. Am 14.04. habe ich endlich Geburtstag! Frauchen macht dann bestimmt eine schöne Geburtstagstorte für mich und mein „Rudel“! Zu meinem „Rudel“ gehören: Mein großer Kumpel Odin, der hatte übrigens auch gerade Geburtstag und ist 17 Jahre geworden und meine Kumpeline Anni. Sie ist jetzt 3 Jahre und unter uns gesagt, sehr zickig. Na ja, liegt vielleicht daran, dass sie keine Haare hat. Aber sonst ist sie toll…. Außerdem gehören noch 5 Katzen zum „Rudel“, die „alten“ Herrchen und Frauchen, zwei jüngere Zweibeiner und zu guter Letzt MEIN Herrchen.

3 Hunde mit Hunde Geburtstag Kuchen

Bild & Quelle: Katrin Kränzler

Mein Züchter war eine Firma, die in Deutschland Beagle für Versuche gezüchtet hat.

Da die Zucht in Deutschland aufgegeben wurde, hatte ich das große Glück meinen Herrchen begegnet zu sein. Aber davon will ich euch später erzählen….

Manchmal passieren Dinge…

Ich habe ein tolles Leben geführt, nein was sage ich denn, ich führe immer noch ein tolles Leben, nur manchmal passieren Dinge, die ich nicht richtig einordnen kann. So geschehen im Dezember 2012: mir war abends, nachdem ich noch am Nachmittag im Schnee getobt hatte, hundeübel. Mein Futter habe ich nicht im Magen halten können und meine Beine haben gekribbelt, als wären tausend Ameisen darin. Ich konnte nur noch ganz komisch über den Bauch atmen und traute mich nicht, mich hinzulegen. Ich sitze dann immer und lehne mich irgendwo an. Ich krümelte mich in Herrchens Bett bis meine Augen schmerzten. Ich wollte vom Bett springen, aber was war das? Ich konnte nichts sehen… Hilfe Herrchen, ich bin blind! Mein ganzer Körper kribbelte und ich dachte, ich muss sterben!
Das ältere Frauchen hat sofort in der Klinik angerufen (nachts um 23 Uhr), dann nahm mich MEIN Herrchen auf den Arm und wir fuhren los. Es hatte angefangen zu schneien und wir brauchten ziemlich lange bis zur Klinik. Ich konnte die Angst von MEINEM Herrchen spüren…

Ein Hund im Krankenhaus

In der Klinik hat mich der Arzt gleich untersucht und mir ins Bein gestochen, als wäre alles andere nicht schon genug. Mittlerweile hatte ich das Gefühl, meine Augen platzen gleich. Sie haben mich an den Tropf „gehängt“ und als ich hörte, ich solle dableiben, war ich nicht in der Lage, mich dagegen zu wehren. Ich wollte schreien: nein, nein lass mich nicht hier, aber es ging nicht. MEIN Herrchen legte seinen Pullover mit in die Box in die ich dann gelegt wurde und ging. Jetzt war ich allein…

Am nächsten Morgen haben mich die Ärzte weiter untersucht. Sie haben mir den Bauch rasiert und so ein komisches kaltes Gel darauf geschmiert.

Dann konnten sie meinen Bauch im Fernseher sehen, cool. Nur leider konnte ich immer noch nicht richtig sehen.

Es blutet

Blut haben sie mir auch wieder abgenommen (das wollten sie wegschicken. Wer will denn mein Blut haben?) und dann irgendetwas in das Ding in meinem Bein gespritzt, das ich total müde wurde und eingeschlafen bin. Als ich wieder aufwachte, lag ich in der Box und mein Hals schmerzte. Bald danach kamen das ältere Frauchen und MEIN Herrchen, endlich. Ich freute mich wie blöd, aber ich taumelte und konnte mich nicht auf den Beinen halten. Der Arzt sagte, es kommt von der Narkose (ich weiß nicht, was Narkose ist) und davon, dass sie mir viel Blut abgenommen haben!

Endlich ging`s nach Hause. 2 Tage später telefonierte das ältere Frauchen mit dem Arzt und als sie auflegte und in Tränen ausbrach, wusste ich, das ich etwas Schlimmes haben musste.
Ich habe eine Erkrankung, die sich Erythrozytose nennt und ganz selten ist. Dabei werden im Rückenmark zu viele rote Blutkörperchen gebildet, die mein Blut ganz dick machen und es nicht mehr in die kleinen Äderchen fließen kann und mein Herz es nicht mehr schafft, diesen dicken „Brei“ zu pumpen. Der Arzt sagte, ich muss regelmäßig viel Blut abgenommen bekommen und mit Tropflösung wieder „aufgefüllt“ werden, damit mein Blut flüssig bleibt. Leider kann man das wohl nicht so häufig machen und ich würde wohl damit nur noch 1 – 1 1/2 Jahre leben….
Diese 1 1/2 Jahre waren klasse, ich hatte so viel Spaß. Die Geschichten kann ich euch bestimmt alle mal erzählen. Aber jetzt war ich schon wieder 2-mal in der Klinik und das innerhalb der letzten 5 Wochen. Frauchen sagt, wir müssen zu einem Fachmann in die Hochschule und sehen wie es weitergeht. Ich weiß nur, ich will leben und Spaß haben, so wie bisher….


Alle Bilder & Quelle: Katrin Kränzler

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