Canis Lupus Therapeuticus und anderes Getier – Leseprobe

Canis Lupus Therapeuticus und anderes Getier – Leseprobe

Die Diplomarbeit von Christiane Schöll, “Canis Lupus Therapeuticus und anderes Getier: Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Therapie und Pädagogik auf der Basis bindungstheoretischer Erkenntnisse” wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Janine Linke vom Grin-Verlag.

Vorwort

Therapiehunde tragen keinen weißen Kittel, stellen keine Anforderungen und haben keine Erwartungshaltung. Sie nähern sich unvoreingenommen und akzeptieren jeden Menschen ohne Vorurteile. Sie schenken Vertrauen und sind [selbst] auch vertrauenswürdig. Sie vermitteln Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Sie reagieren sensibel auf Stimmungen und Gefühle. Sie motivieren zum Leben.
Sie sind keine Wunderheiler. Sie sind kein Mittel zum Zweck. Sie sind kein Therapieersatz.
Sie sind zu schützen.
Therapiehunde sind die Begleiter von Menschen. Menschen, die sich und ihren Hund ausgebildet haben – zum „Therapiehunde-Team“. Gemeinsam unterstützen sie die therapeutische und pädagogische Arbeit von Fachkräften – ihr Wirkungskreis ist umfassend
(Röger-Langenbrink 2006, S. 9).

Einleitung

Egal ob Hund, Katze, Vogel oder Pferd – Haustierhaltung und tiergestützte Arbeit bedeuten einen Zuwachs an Lebensqualität. Dass die Nähe zu Tieren heilen hilft, ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen. Viele Studien belegen den positiven Einfluss des Einsatzes von Tieren im therapeutischen, pädagogischen und sozialen Bereich, aber reicht alleine die Anwesenheit eines Tieres für die pädagogische, soziale oder therapeutische Wirkung beim Klienten aus oder liegt der „heilende Moment“ in der Beziehung zwischen Mensch und Tier, vergleichbar mit einer Bindung zwischen Mutter und Kind, so wie Bowlby sie in der Bindungstheorie darstellt, und welche Faktoren bedingen den Erfolg des Einsatzes eines „tierischen Co – Therapeuten“ in der Sozialen Arbeit?
Zudem gibt es neben den auch in den Medien immer stärker betonten positiven Effekten des Tieres auf den Menschen noch eine andere Seite. Die tiergestützte Arbeit birgt sowohl Vor- wie auch Nachteile und weist Grenzen bzgl. ihrer Einsatzmöglichkeiten auf.
In der vorliegenden Arbeit sollen die Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Therapiearbeit unter bindungstheoretischen Gesichtspunkten betrachtet und deren Erfolge erklärt werden. Teilweise bin ich weniger differenziert auf die verschiedenen psychologischen Prozesse und Wirkungsweisen eingegangen. Dies hätte ich mir tiefgründiger gewünscht, hätte aber den vorgegebenen Rahmen der Arbeit gesprengt.
Zunächst werden die Grundlagen der Beziehung und Kommunikation zwischen Mensch und Tier dargelegt. Als theoretische Basis wird sodann die Bindungstheorie en detail erläutert.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der tiergestützten Arbeit. Es werden die Ursprünge und Voraussetzungen derselben erläutert und ihre Wirkweise erklärt.
Im dritten Kapitel werden die Einsatzmöglichkeiten der tiergestützten Arbeit und ihre Grenzen aufgezeigt.
Zum Abschluss werden dann die gewonnenen Ergebnisse und Betrachtungen der Wirkweise der Mensch-Tier Beziehung unter entwicklungspsychologischen Aspek¬ten und die Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Arbeit und ihres Einsatzes im sozialen, pädagogischen und therapeutischen Bereich zusammengefasst.

1 Die Mensch-Tier-Beziehung

„Wer kein Haustier besitzt, sieht es meist als Luxus, eine Laune oder ein Spielzeug an und versteht nicht, welch außerordentliches Interesse man ihm entgegenbringt. Das Tier, ob klein oder groß, ist eine Quelle des Vergnügens und wird dem Men¬schen immer nützlich sein (…). Die Nützlichkeit hat nur insofern einen Wert, als sie Vergnügen bringt oder Schmerz lindert“ ( Bercovitch 2001, S. 55).

Was hat es mit der Beziehung zwischen Mensch und Tier auf sich?
Um den Erfolg des Einsatzes von Tieren in der Pädagogik und Therapie zu verste¬hen, muss zuerst verstanden werden, was es mit der Verbundenheit von Mensch und Tier auf sich hat. Aus diesem Grund werde ich die Mensch-Tier Beziehung in diesem Kapitel sehr ausführlich behandeln.
Im Folgenden soll zunächst die Frage geklärt werden, welcher Art die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist und ob es sich hierbei um eine Bindung im Sinne der Bindungstheorie handelt. Auch sollen die Faktoren beleuchtet werden, die eine Rolle in der Beziehung zwischen Mensch und Tier spielen.
Hierzu werde ich in den nächsten Abschnitten die Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung darstellen und dafür zuerst die Historie der Mensch-Tier Beziehung sowie die Ursprünge der Domestikation – mit besonderem Augenmerk auf dem Hund – erläutern. Danach werde ich die Biophilie–Hypothese von Wilson präsentieren und sodann den Begriff der Du–Evidenz erklären. Anschließend gehe ich auf die Kommunikation zwischen Mensch und Tier ein. Im letzten Punkt schließlich wird die Bindungstheorie ausführlich vorgestellt, u. a. mit einem psychobiologischen Vergleich der Bindungsprozesse bei Mensch und Tier.

[…]

1.4 Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier

In unserer „menschlichen Welt“ nimmt die digitale Kommunikation einen zentralen Raum ein. Gerade am Telefon, in E-Mails, Briefen u. ä. sind die analogen Anteile der Kommunikation nicht zu klassifizieren und können zu Missverständnissen beim Empfänger führen. Ähnliches geschieht bei Double-Bind-Botschaften . Dabei sendet der Sender inkongruente Nachrichten an den Empfänger, welche vom Empfänger oft nicht adäquat verstanden werden können. Insofern ist der von Angesicht zu Angesicht stattfindende Nachrichtenaustausch der verständlichste, da sowohl die verbal-digitale als auch die nonverbal-analoge Kommunikation vom Empfänger parallel empfangen werden können (vgl. Förster 2005, S. 23 f.).

Watzlawick unterscheidet digitale und analoge Kommunikation. Bei der digitalen Kommunikation ist die Beziehung zwischen dem Wort und dem ausgedrückten Gegenstand zufällig oder auch unwillkürlich gewählt. Es besteht eine semantische Übereinstimmung zwischen Gegenstand und Wort – ähnlich wie bei der Digitalisierung eines Computers. Dahingegen drückt die analoge Kommunikation immer auch die Beziehung zum Objekt aus. Sie hat ihre Wurzeln in archaischen Entwicklungsperioden und besitzt damit eine allgemeinere Gültigkeit. Sie ist nonverbal, nutzt Gestik, Mimik, Stimmmodulation, Rhythmus u. a. und ist unverfälscht.
Menschen benutzen beide Kommunikationsarten parallel, wobei der Schwerpunkt auf der digitalen Form, der Wissensvermittlung liegt. Die analoge Kommunikation haben wir trotz aller Veränderung im Verlauf der Phylogenese von unseren tierischen Vorfahren behalten und nutzen sie vor allem im weiten Bereich der (sozialen) Beziehungen (vgl. Watzlawick/ Beavin/Jackson 1969, S. 62 f.). Sie verläuft immer noch auf gleiche Art und Weise wie bei unseren Vorfahren und ist ein zentrales Moment, welches Kultur und vermutlich auch Spezies übergreifend existiert. Wir benötigen die analoge Kommunikation um Empathie auszudrücken. Es ist nicht der bloße Be¬sitz des Tieres, welcher empathisch macht, „sondern es ist die durch Interaktion an¬geregte Fähigkeit zum Mitschwingen, aber auch zum Mitleiden mit anderen Lebewe¬sen, die Fähigkeit, zum leidenschaftlich miteinander – Leben“ (Olbrich 1998, S. 119).
Mitschwingen und Mitleiden sind emotionale Formen des Lebens. Sie laufen primär in tieferen emotionalen Schichten der Person ab. Es besteht keine Abhängigkeit von der kognitiven Schicht der Kontrolle (Olbrich 1998, S. 119).

Die analoge Kommunikation ist auch die frühe Sprache von Beziehungen. Ein Säugling kann in den ersten Entwicklungsstadien nur auf analoger Ebene mit seinen Bezugspersonen kommunizieren (vgl. Olbrich 2003, S. 85). Er teilt ihnen nicht nur mit, wann er Hunger oder Durst hat und wie er sich fühlt, sondern vor allem drückt er seinen Wunsch nach Beziehung aus. Somit stellt die analoge Kommunikation die Voraussetzung für den Bindungsaufbau der Mutter–Kind-Beziehung dar.

Watzlawick unterscheidet den Inhalts- und den Beziehungsaspekt von Nachrichten. Dabei ist der Inhaltsaspekt gleichbedeutend mit der Information, dem Sachinhalt der Nachricht, welcher wahr oder falsch sein kann.
Der Beziehungsaspekt der Nachricht wird gleichzeitig mit dem Inhaltsaspekt an den Empfänger gesendet. Er sagt etwas über die Beziehung zwischen dem Sender und dem Empfänger aus. Der Sender gibt damit eine persönliche Stellungnahme an die Adresse des Empfängers ab. Der Beziehungsaspekt wird im Gegensatz zum Inhaltsaspekt analog übermittelt (Watzlawick/Beavin/Jackson 1969, S. 53). Daraus ist zu folgern, dass eine nonverbal-analoge Kommunikation auch ohne die gleichzeitige verbal-digitale Form stattfinden kann. Umgekehrt ist dies bei einem direkten Kontakt zwischen Sender und Empfänger nicht möglich!

Bei Begegnungen zwischen Mensch und Tier treffen verschiedene Spezies mit Unterschieden in Kommunikation und Verhalten aufeinander. Sie können jedoch nach Watzlawick ‘nicht nicht’ miteinander kommunizieren, denn sobald zwei Lebewesen aufeinandertreffen, treten sie miteinander in Beziehung (vgl. Watzlawick/Beavin/Jackson 1969, S. 51).
In der Tierwelt wird über drei wichtige Kanäle kommuniziert: visuell, olfaktorisch und akustisch. Diese werden auch im Dialog mit dem Menschen eingesetzt. Das Tier kombiniert die Signale zu komplexen Botschaften. Der Mensch reagiert bei der Kontaktaufnahme durch ein Tier emotional und antwortet auf die Signale des Tieres. Beide verstehen die Signale des anderen, sie können sich miteinander verständigen (vgl. Otterstedt 2001, S. 170 ff.).
Haustiere lernen sehr schnell die Gestik und Mimik des Menschen zu deuten. Sie reagieren sensibel auf die Körperhaltung ihres Gegenübers. Daneben gibt es ein gemeinsames Repertoire körpersprachlicher Ausdrucksweisen im Sozialkontakt zwischen Mensch und Tier (vgl. Otterstedt 2001, S. 179). Hunde verstehen auch ohne Dressur das Ausdrucksverhalten des Menschen – besser als Wölfe oder andere Tiere. Sie sind dadurch die „geborenen“ Haustiere und vermutlich deshalb auch am besten geeignet als therapeutische und pädagogische Helfer des Menschen (vgl. Heidenberger 2004, S. 90).

In der Kommunikation mit dem Tier ist der Mensch gezwungen, analoge Nachrich¬ten zu senden. So kommt er an die tieferen Schichten seiner Persönlichkeit, an seine innere Realität heran. Das Tier antwortet auf die analogen Anteile und verlangt von der Person eine „stimmige Bezogenheit“. Dadurch wird die Wahrnehmung des Subjekts gesteigert, die verschiedenen Ebenen in sich selbst bewusst wahrzunehmen und zu integrieren. Indem paradoxe Kommunikation vermieden wird, wird die Kongruenz zwischen den Kommunikationspartnern verbessert (vgl. Olbrich 2003, S. 87).
So kann die Begegnung zwischen Mensch und Tier für die Person hilfreich sein, die verschiedenen Ebenen der Kommunikation stimmig zu integrieren und dies auch auf Begegnungen mit anderen Menschen zu übertragen. „Das Verhalten des Empfängers zeigt nicht nur den Erfolg des Mensch-Tier-Dialoges, es läßt auch Rückschlüsse auf die Qualität von Ausdruck und Appell und damit die Kommunikationsfähigkeit im Sinne des pädagogischen bzw. therapeutischen Konzepts zu“ (Otterstedt 2003, S. 93). Das Tier gibt eine Rückmeldung des Zwiegesprächs zwischen ihm selbst und dem Menschen in Form einer Gegenübertragung .
Bezogenheit wird durch analoge Kommunikation ausgedrückt. Sie tritt in der Verständigung mit kleinen Kindern, dementen alten Menschen, manchen psychiatrischen Patienten, vielen Menschen mit Behinderung und zwischen Liebenden zu Tage. Auch in der Kommunikation zwischen Menschen und Tieren wird sie ausgedrückt oder durch die bloße Anwesenheit von Tieren angeregt (vgl. Olbrich 2003, S. 86).
Die Bezogenheit zu Mitmenschen, Mitlebewesen und der Umwelt ist eine Voraussetzung für die menschliche Entwicklung, wie Wilson in seiner Biophilie-Hypothese betont.
Diese Bezogenheit ist die Fähigkeit des Menschen, zu seinen Mitmenschen in Beziehung zu stehen – von Anfang an. Bereits in seiner ersten Lebensphase findet eine entscheidende Prägung der Beziehung des Individuums zu seiner Umwelt statt. Für die Entwicklung von Kongruenz und für den Aufbau von sozialen Beziehungen ist demnach die Qualität der frühen Bindung zwischen Mutter und Kind ausschlaggebend. Hierauf werde ich anhand der Bindungstheorie im Folgenden eingehen.

1.5 Die Bindungstheorie

In den letzten Jahrzehnten wurde erkannt, dass Bindungen an andere Personen eine entscheidende Rolle für die physische Gesundheit spielen. Vermutlich bieten frühe Bindungserfahrungen eine Grundlage für die Regulation von Emotionen, für emotionale Intelligenz , Empathie und soziale Kompetenzen . Da Menschen aber nicht nur zu anderen Menschen, sondern auch zu Tieren eine tiefe Beziehung eingehen kön¬nen, die eine positive Wirkung auf ihre emotionalen und sozialen Bedürfnisse haben kann, stellt sich mir die Frage, inwiefern eine solche Beziehung der Bindung zwi¬schen zwei Menschen ähnelt. So definieren z. B. Ainsworth und Bell Bindung „als das gefühlsmäßige Band, welches eine Person oder ein Tier zwischen sich selbst und einem bestimmten anderen knüpft – ein Band, das sie räumlich verbindet und das zeitlich andauert“ (Ainsworth/Bell, zit. n. Fonagy 2003, S. 26). Die beiden beziehen sich in ihrer Definition nicht nur auf Beziehungen zwischen Menschen, sondern auch auf Beziehungen zwischen Menschen und Tieren.

In den nächsten Abschnitten werde ich die Beziehung zwischen Menschen und Tieren untersuchen und hierzu der Frage nachgehen, ob die Verbundenheit zwischen Mensch und Tier auf Bindungsprozesse zwischen diesen zurückzuführen ist und ob Aspekte der innerartliche Bindung auf eine Bindung zwischen Mensch und Tier übertragbar sind.
Nach einer kurzen Darstellung über die zentralen Aussagen, Erhebungsmethoden und Ergebnisse der Bindungstheorie werde ich auf die Psychobiologie der Bindung von Mensch und Tier eingehen und diese in einem späteren Punkt vergleichend analysieren.

1.5.1 Darstellung der Bindungstheorie

Die Entwicklung des Bindungsverhaltens in den ersten Lebensmonaten ist von großer Bedeutung für die weiteren Lebensphasen. Sie durchzieht das ganze Leben eines Individuums und bestimmt dabei maßgeblich die Bindungsqualität zu anderen Personen.
Die Bindungstheorie beschäftigt sich mit der Mutter-Kind-Beziehung sowie deren Bedeutung für die spätere Entwicklung. Dabei werden das tatsächliche Interaktionsverhalten zwischen Mutter und Kind und dessen Auswirkungen auf die Ausformung der inneren Repräsentanzen beim Kind untersucht, was sich im späteren Sozial- und Bindungsverhalten zeigt. Des Weiteren wird das Interaktionsverhalten in Abhängig¬keit von den bereits bestehenden Repräsentanzen bei der Mutter erforscht, die mit eigenen früheren Erfahrungen und damit verbundenen Erwartungen und Fantasien verknüpft sind (vgl. Stemmer-Lück 2004, S. 111).
Bowlby, der als Begründer der Bindungstheorie gilt, definiert die Bindungstheorie „als die Konzeptualisierung der Neigung des Menschen, intensive affektive Bindun¬gen an bestimmte Personen zu entwickeln (Stemmer-Lück, 2004, S. 112).
Nach seiner Definition hat jeder Mensch die Neigung sich zu binden. Gleichzeitig beschreibt er aber auch was passiert, wenn Bindung nicht gelingt. So ist „die Gefahr des Verlustes (…) mit Angst verbunden, der tatsächliche Verlust mit Verzweiflung. Verzweiflung und Angst zusammen lösen immer auch Wut aus“ (Stemmer-Lück 2004, S. 112).

Bei der Beschreibung und Untersuchung der Bindungsqualität ist zwischen der Seite des Kindes und der Seite der Bezugsperson zu unterscheiden. Für den Nachweis des Bindungsverhaltens von einjährigen Kleinkindern wurde das standardisierte Verfahren der „Fremden Situation“ von Mary Ainsworth konzipiert. Bei Erwachsenen wurde zum Nachweis der Bindungssprache das Erwachsenen-Bindungsinterview (AAI) entwickelt (vgl. Grossmann, 2000, S. 38).
Beide Methoden werde ich im nächsten Schritt kurz vorstellen und dabei auch auf das Konzept der Feinfühligkeit eingehen.

[…]

2 Tiergestützte Therapie und Pädagogik

„Tiergestütztes Helfen und Heilen bedeutet eine neue und vermutlich die intensivste Stufe tierischer Domestikation: Tiere sollen nicht nur für diese oder jene Funktion im Dienste des Menschen abgerichtet werden, sondern durch ihre bloße Existenz selbst hilfreich sein“ (Greiffenhagen 1993, S. 22).

Die tiergestützte Therapie und Pädagogik setzt auf die Integration von bewussten und unbewussten Prozessen. Doch was bewirkt sie wirklich? Diese Arbeit will überprüfen, ob sich ihre Erfolge belegen lassen und erläutert die Einsatzmöglichkeiten unter¬schiedlicher Tierarten.

Dazu werde ich im Folgenden zuerst auf die Historie der tiergestützten Arbeit eingehen und danach die Begriffe der tiergestützten Aktivitäten, Pädagogik und Therapie definieren. Des Weiteren werde ich die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes verschiedener Tierarten erläutern und zuletzt die physiologische, psychologische und soziale Wirkung von Tieren auf den Menschen anhand unterschiedlicher Studien belegen.

[…]

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Bild & Quelle: Grin Verlag, via Janine Linke