Zecken beim Hund

Zecken beim Hund

Im Frühling, wenn es wärmer wird startet wieder die Zeckensaison. Erfahre welche Zecken für deinen Hund gefährlich sind, welche Krankheiten sie übertragen, sowie welche Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugemaßnahmen es bei Zecken gibt.

Diese kleinen Parasiten leben auf Sträuchern, Grashalmen oder auf Tieren und ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Einige Zeckenarten sind für den Hund gefährlich. Darunter zählen vor allem

  • der Holzblock,
  • die Auwaldzecke und
  • die Braune Hundezecke.
  • Meistens kommen Zecken vom Frühling bis Herbst vor, da sie es warm und feucht mögen. Sie können aber auch in milden Winterperioden vorkommen.

    Von Zecken übertragene Krankheiten

    Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen.

    Borreliose

    Diese Infektionskrankheit kann von infizierten Zecken auf Hunde und Menschen übertragen werden. Die Erreger werden ungefähr 24 Stunden nach dem Zeckenbiss übertragen. Sollte die Zecke vorher entfernt werden, besteht im Normalfall kein Infektionsrisiko. Bei Hunden dauert die Inkubationszeit zwischen zwei und fünf Monaten. Typische Symptome für eine Borreliose sind z.B. Fieberschübe, Entzündungen der Augen, Lymphknotenschwellung, Nierenerkrankungen, Neurologische Symptome usw.

    Babesiose (Hundemalaria)

    Die Babesiose ist ebenso eine Infektionskrankheit, die eine Blutarmut (Anämie) verursacht, weil die roten Blutkörperchen zerstört werden. Diese Krankheit kommt meist in tropischen und subtropischen Gebieten vor. Aber durch die Ausdehnung der Auwaldzecke kommt diese vermehrt auch in nördlichen Regionen auf. Die Inkubationszeit beträgt so um die fünf Tage bis drei Wochen. Liegt eine akute Form der Babesiose vor, die nicht behandelt wird, kann dies innerhalb weniger Tage mit dem Tod des Tieres enden. Typische Symptome bei akutem Verlauf sind: Fieber (bis 42 °C), Ausscheiden von blutigem Urin, Blasse bis gelbliche Schleimhäute, Schwäche, Mattigkeit, Nierenversagen.

    FSME

    FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) ist beim Hund eine seltene Erkrankung. Diese wird vom Holzblock durch Viren übertragen. FSME wird direkt mit dem Biss übertragen. Gegenwärtig gibt es für Hunde keine Impfung oder ein spezielles Medikament gegen diese Erkrankung. Zu den Symptomen zählen Kopfschmerzen, Krämpfe, Lähmungen, Nervenausfälle im Gehirn, Fieber oder Verhaltensänderungen. Meist bleiben neurologische Störungen zurück oder sogar der Tod des Tieres. Aber es kann auch vorkommen, dass Hunde wieder gänzlich genesen.

    Den Hund vor Zecken schützen

    Im Handel gibt es eine Reihe von Anti-Zecken-Mittel für den Hund. Dazu gehören

  • Spot-On-Präparate, die man im Nacken des Hundes träufelt,
  • Sprays,
  • pflanzliche Mittel,
  • Halsbänder oder auch
  • Clips zum Anhängen.
  • Hierbei musst du mal selbst testen, welches Mittel das Beste für deinen Hund ist. Jeder Hundehalter schwört auf ein bestimmtes Produkt. Jedoch solltest du, trotz der Vorbeugung, ein gründliches Absuchen nach Zecken nach Spaziergängen nicht vernachlässigen.

    Zecken richtig entfernen

    Wenn die Zecke beim Hund zugebissen hat, muss sie schnellstmöglich entfernt werden, da die Erreger meistens erst Stunden nach dem Biss übertragen werden. Deshalb ist es so wichtig nach einem Spaziergang den Hund nach Zecken zu checken.
    Für die Entfernung der Zecke kannst du

  • eine Pinzette,
  • eine Zeckenzange oder
  • einen Zeckenhaken
  • benutzen.
    Wichtig ist, dass du die Zecke immer hautnah greifst. Hier kannst du das Fell, in dem sich die Zecke festgebissen hat, mit zwei Fingern etwas auseinander legen. Am besten sollte der Hund von einer zweiten Person festgehalten werden. Versuche die Zecke nicht zu quetschen, da sie sonst Panik bekommt und somit Giftstoffe freisetzt. Ebenso solltest du nicht versuchen die Zecke zu ersticken oder zu töten. Die Zecke würde ihren Mageninhalt inklusive vorhandener Krankheitserreger in die Bisswunde erbrechen.
    Oft wird das Drehen der Zecke beim herausziehen unter Hundehaltern reichlich diskutiert. Da aber Zecken keine Gewinde besitzen, ist es egal, ob man diese zum Entfernen dreht oder nicht. Wichtig ist nur, dass du es langsam und ohne ruckartige Bewegungen machst. Du brauchst dementsprechend keine Angst haben, dass du die Zecke in eine falsche Richtung drehst, so dass sie sich weiter in die Haut bohrt. Nach dem Entfernen kannst du die Stelle mit einem Hautdesinfektionsmittel desinfizieren.

    Weitere interessante und informative Artikel rund um den Hund findest auf Tony’s Hunde Blog von Carmelo Barbagallo.

    Beitragsbild & Quelle: Tonys-Hunde-Blog, via Carmelo Barbagallo