Gelenkprobleme beim Hund: das kannst du tun

Autsch, tut das weh! Wie schmerzhaft Probleme mit den Gelenken sein können, weißt du vielleicht aus eigener Erfahrung. Du möchtest am liebsten jede Bewegung vermeiden, die diesen Schmerz hervorruft. Genauso geht es deinem Hund, wenn er unter Gelenkproblemen leidet. Er kann jedoch nicht sagen, dass ihm etwas wehtut. Er ist auf deine Beobachtung und deine Unterstützung angewiesen.

Woran erkennst du aber, ob dein Hund Gelenkprobleme hat? Und was kannst du in so einem Fall tun? Das und mehr erfährst du in diesem Beitrag.

Daran erkennst du Gelenkschmerzen

„Ich mag mich nicht bewegen, mein Knie tut so weh.“ Es wäre schön, wenn dein Vierbeiner sagen könnte, wie es ihm geht. Kann er aber nicht. Stattdessen bist du gefragt, ungewohntes Verhalten als mögliches Warnzeichen zu erkennen. Typisch für Schmerzen ist es, eine Schonhaltung einzunehmen, um sie zu vermeiden. Dein Hund bewegt sich beim Hinlegen, Gehen oder Aufstehen womöglich langsamer oder will all das vermeiden. Vielleicht sagst du ihm auch, er soll sich setzen, aber er möchte es neuerdings partout nicht machen? Solche Verhaltensänderungen können ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein.

Viele Hundebesitzer glauben, dass Gelenkschmerzen überwiegend bei alten Hunden auftreten. Doch auch junge Tiere können in der Wachstumsphase davon betroffen sein. Ob jung oder alt, du solltest die Anzeichen dafür erkennen und ernst nehmen.

Symptome bei Gelenkschmerzen können sein:

  • Keine Lust auf Bewegung
    Am liebsten möchte dein Fellfreund liegen und sich kaum bewegen. Die Spaziergänge scheinen ihm weniger oder keine Freude zu bereiten.

    ©pixabay.com

  • Veränderte Bewegungen
    Dein Hundekumpel humpelt, lahmt oder zeigt einen sehr steifen Gang.
  • Geschwollene Gelenke
    Bei einer akuten Entzündung können die betroffenen Gelenke geschwollen und deutlich wärmer sein als sonst.
  • Probleme beim Bewegen
    Dein Hund hat Schwierigkeiten beim Laufen, Hinsetzen, Aufstehen oder Springen. Er kommt die Treppe nicht mehr herauf oder herunter. Er kann nicht ins Auto oder aufs Sofa springen. Auch das normale Gehen scheint ihm schwerzufallen.
  • Kein Appetit
    Bedingt durch die Schmerzen hat dein Vierbeiner unter Umständen weniger oder keinen Appetit. Die Folge davon kann ein deutlicher Gewichtsverlust sein.
  • Berührungsempfindlich
    Dein Hund weicht Berührungen aus oder reagiert darauf empfindlich.

Auch ein Bruch oder eine Bänderverletzung können dazu führen, dass dein Hund humpelt. Deshalb ist es wichtig, dass du deinen tierischen Freund von einem Tierarzt untersuchen lässt. Nur so kannst du die Ursache für die Symptome herausfinden und ihn sinnvoll unterstützen.

Gründe für Gelenkprobleme beim Hund

Wie kommt es überhaupt dazu, dass dein Hund Probleme mit seinen Gelenken hat? Die Gründe dafür sind ganz verschieden. Manche junge Hunde leiden unter Wachstumsproblemen. Diese können genetisch bedingt sein, aber auch durch eine falsche Fütterung oder falsche Bewegung entstehen.

Zu den sehr schmerzhaften Gelenkerkrankungen zählt die Hüftdysplasie, von der alle Rassen betroffen sein können. Besonders oft kommt sie aber bei mittelgroßen und großen Hunden vor. Auch Arthritis spielt bei den Gründen für Gelenkschmerzen eine große Rolle. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Gelenke, für die es unterschiedliche Auslöser gibt. Zum einen kann sie durch eine bakterielle Infektion entstehen, zum anderen durch ein stumpfes Trauma wie einen Sturz oder Unfall.

Extrem belastend für die Gelenke deines Fellfreundes ist zudem Übergewicht. Jedes unnötige Kilo, das er herumschleppen muss, hinterlässt seine Spuren.

Gelenkschmerzen beim Hund natürlich behandeln

Auch für deinen Vierbeiner gilt: er ist, was er isst – oder frisst. Wenn er übergewichtig ist, solltest du unbedingt dafür sorgen, dass er Gewicht verliert.

Mit einem angepassten Hundefutter und speziellen Zusätzen kannst du die Gesundheit seiner Gelenke unterstützen. Omega-3 Fettsäuren wird eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Reichlich davon enthalten ist in Leinöl sowie in Lachsöl.

Das bekannte Grünlippmuschelpulver enthält ebenfalls Omega-3 Fettsäuren. Darüber hinaus ist es reich an Glucosaminoglykanen und Chondroitinsulfat. Diese Inhaltsstoffe tragen dazu bei, die Gelenkfunktionen zu unterstützen und zu erhalten. Bereits vorhandene Entzündungen können durch die Einnahme von Grünlippmuschel reduziert werden. Deshalb wird es bei Gelenkproblemen oft von Tierärzten empfohlen. Achte beim Kauf darauf, dass das Pulver frei von Zusatzstoffen und nicht entfettet ist, sonst fehlen ihm die wertvollen Fettsäuren.

Weitere Maßnahmen bei Gelenkproblemen

Gelenkprobleme beim Hund

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Neben der richtigen Ernährung spielt auch die richtige körperliche Auslastung eine Rolle. Gut für deinen Hund sind gleichmäßige und ruhige Bewegungen. Das heftige Spielen mit seinem Hundefreund oder das Jagen von Bällen mögen ihm zwar Spaß machen, doch für seine Gelenke ist das Gift. Besser sind kurze, entspannte Gassirunden statt langer Spaziergänge. Als gelenkschonende Bewegung kommt ebenfalls das Schwimmen in Frage. Allerdings sollte es dein Hund mögen und die Wassertemperatur nicht eiskalt sein.

Genau wie bei uns Zweibeinern ist auch bei Vierbeinern mit Gelenkproblemen Physiotherapie hilfreich. Dabei kommen zum Beispiel Mobilisierungsübungen, Wärmeanwendungen und Massagen zum Einsatz. Auf diese Weise können Verspannungen gelockert werden, die durch eine ständige Schonhaltung entstehen. Durch die Behandlung werden zudem Schmerzen gelindert und die Muskulatur gestärkt.

Viele Hundebesitzer berichten bei Gelenkproblemen über positive Erfahrungen mit Akupunktur sowie Goldakupunktur. Bei der Akupunktur werden feine Nadeln an bestimmte Körperpunkte gesetzt, wodurch Blockaden gelöst werden sollen. Bei der Goldakupunktur werden kleine Drahtstücke aus Feingold unter die Haut deines Hundes implantiert. Dazu muss er narkotisiert werden, was für den Körper eine Belastung darstellt. Gleichzeitig soll damit eine deutlich länger anhaltende Wirkung verbunden sein. Welche Methode sich am besten eignet, dazu berät dich dein Tierarzt.

Ebenfalls helfen kannst du deinem Hund bei Gelenkschmerzen mit einer geeigneten Schlafunterlage. Es gibt spezielle orthopädische Hundebetten, die sich seinem Körper ideal anpassen und ihn so entlasten. Vielleicht genießt er auch die angenehme Wärme eines Körnerkissens oder einer Wärmflasche? Diese trägt dazu bei, dass sich die Muskeln entspannen und dadurch Schmerzen gelindert werden. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass sich die Beweglichkeit der Gelenke durch Wärme verbessert.

Gelenkprobleme vorbeugen

Manche Gelenkprobleme beim Hund entstehen im fortschreitenden Alter durch Verschleiß. Andere sind genetisch bedingt. Doch auch junge Hunde können durch eine falsche Ernährung, Übergewicht sowie körperliche Überlastung unter Gelenkschmerzen leiden. Um diese vorzubeugen, solltest du dich mit einer altersgerechten Kost und angemessener Bewegung befassen. Nimm Symptome für Gelenkprobleme ernst, denn sie schränken deinen Hund in seiner Lebensqualität ein. Neben den vorgestellten Maßnahmen bilden Liebe und Verständnis die Basis, um deinem tierischen Freund zu helfen. Er wird es dir danken.

 

 

 

 

 

Bilder:
Pixabay
Text:
Petsana

 

 

 

 

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