Hitzeschlag beim Hund

Hitzeschlag beim Hund

Endlich ist er da der Sommer, doch bei Temperaturen über 30 Grad wird es für viele unserer Hunde zur Qual.
Es gibt daher einige Dinge, die man als Hundebesitzer unbedingt beachten sollte, damit der geliebte Vierbeiner es auch bei diesen schwülen Temperaturen aushält und so den Sommer in vollen Zügen genießen kann.

  • Spaziergänge in der Mittagshitze müssen unbedingt vermieden werden. Man sollte seine Gassirunden in die frühen Morgen- und Abendstunden verlegen. Die meisten Hunde werden es einem danken, wenn sie sich über die Mittagshitze ins kühle Haus zurück ziehen dürfen.
  • Auch Hundesportarten wie Agility etc. sollten vermieden werden. Da bei körperlicher Anstrengung das Herz-Kreislaufsystem stark belastet wird grenzt dies an Tierquälerei anstatt Beschäftigung. Radfahren ist daher ebenfalls Tabu!
  • Leider lassen immer wieder unverantwortliche Hundehalter ihre Hunde in heißen Autos zurück. Bereits bei kurzem Warten erhitzt sich das Auto enorm. Hunde also unbedingt – auch für den noch so kurzen Einkauf zuhause lassen!

    Ein Richtwert ist hier die 19 Grad Marke. Ist diese überschritten ist das stehende Auto für den Hund eine Todesfall!

  • Wie man den Hitzeschlag beim Hund vermeidet

    Man sollte es dem Hund bei diesem Temperaturen also so angenehm wie möglich machen:

  • Immer an genügend Wasser denken, welches man für den Hund mitführt. Geeignet sind leere Plastikflaschen, die sich super im Auto transportieren lassen und sich zum erneuten Befüllen eignen. Auch kleine Wasserkanister sind für den Autotransport geeignet. Nach jedem Spazierweg oder aber auf längeren Autofahren dem Hund immer frisches Wasser anbieten.
  • Auch ein Ausflug an den See ist für viele Hunde, vor allem die, die gerne schwimmen eine willkommene Abkühlung. Bitte unbedingt zuvor erkundigen, in welch See der Hund springen darf. Leider gibt es immer wieder Badeseen wo Hunde unerwünscht sind oder nicht ins Wasser dürfen.
  • Bildangaben: tassilo111 / Pixabay, creative commons public domain

    tassilo111 / Pixabay, creative commons public domain

  • Sofern es in der eigenen Wohnung ebenso heiß ist, hilft es, den Hund an Beinen und Bauch anzufeuchten. Abhilfe verschaffen hierfür feuchte Handtücher, die man dem Hund umlegen oder auf die er sich legen kann. Auch gibt es mittlerweile extra Kühldecken die sich z.B für den Autotransport super eignen und Kühlwesten, die man dem Hund umschnallen kann.
  • Im Garten eignen sich Planschbecken sehr zur Abkühlung des Hundes. Diese kann man speziell angefertigt für den Hund erwerben oder man ist kreativ und stellt sich selbst eines zusammen. Im eigenen Garten findet sich immer etwas, das sich dafür eignet.
  • Eine sinnvolle Beschäftigung und Abkühlung zugleich bieten eingefrorene Kongs oder Eis, welches man seinem Hund prima selbst zubereiten kann. Sofern keine Unverträglichkeit besteht einfach Naturjoghurt, Hüttenkäse oder Quark mit etwas Obst, wie z.B. Äpfel einfrieren und dem Hund servieren.
  • Auch sollte man, gerade bei langhaarigen Hunden diese täglich bürsten um abgestorbene Härchen zu entfernen. Je weniger Haarpracht, desto kühler für den Hund.
  • Was tun, wenn’s passiert?

    Doch was tun, wenn der Hitzschlag beim Hund doch eintritt?

    Ab einer Körpertemperatur von 43 Grad besteht höchste Lebensgefahr für unsere Vierbeiner.

    Vor allem für ältere Hunde wird ein Hitzschlag oft zur unterschätzten Gefahr. Einen Hitzschlag beim Hund erkennt man daran, dass der Hund stark hechelt, taumelt oder einen starren Gesichtsausdruck aufweist. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt.

  • Den Hund nun so schnell wie möglich in eine kühle Umgebung bringen und vorsichtig herunter kühlen. Man fängt hierbei bei den Beinen an und arbeitet sich langsam nach oben. Auf keinen Fall aber darf der Hund mit kaltem Wasser überschüttet werden, dies kann zu einem schwerwiegenden Schock führen.
  • Danach den Hund unbedingt Wasser anbieten, dieses jedoch nur schluckweise. Sollte der Hund bereits bewusstlos sein, auf keinen Fall gewaltsam Wasser einflößen sondern unbedingt in die Klinik.
  • Auch Massagen der Gliedmaßen helfen den Kreislauf zu stabilisieren.
  • In jedem Fall sollte, nachdem sich der Hund nach 10 Minuten nicht beruhigt hat der Tierarzt aufgesucht werden!
  • Besonders an wirklich heißen Tage ist es wichtig, den Hund nie lange der prallen Sonne auszusetzen. Will man also ausgedehnt Baden gehen ist es ratsam den Hund zuhause zu lassen. Hunde kennen ihre Grenzen oft nicht und wir Hundehalter sind dafür verantwortlich diese einzuhalten.

    Wenn man also ein paar Dinge beachtet wird der Sommer nicht nur für sich selbst ein Spaß sondern auch für seinen Vierbeiner!

    Ein Gastbeitrag von Silvia Engelsberger, von www.ProblemMitDemHund.net

    Bild & Quelle: trgobalan / Pixabay, creative commons public domain