Futtermilben erkennen

Futtermilben zählen zu den Spinnentieren und sind lediglich 0,3 Millimeter klein. Sie sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, mit Hilfe einer Lupe aber relativ gut zu identifizieren. Es gibt ungefähr 50.000 verschiedenen Arten von Milben, die über die ganze Welt verbreitet sind. Zumeist kommen sie im Boden vor. Einige suchen jedoch Tiere oder Menschen auf (Haarbalgmilben). Außerdem können sie als Schädlinge in Getreidelagern und Futter auftreten.

Milben, die in Vorräten vorkommen, benötigen eine relativ hohe Luftfeuchte sowie eine Raumtemperatur um die 20 bis 25 Grad.

In Haushalten kommen sie häufig im Hausstaub von Küche, Badezimmer oder nicht zu kühlen Vorratsräumen vor. Ihre Lebensdauer kann mehrere Wochen oder auch Monate betragen. Futtermilben sind vor allem in Getreide, eiweißreicher Nahrung und Pflanzenmaterial zu finden.

 

Wie kommen Milben ins Hundefutter?

Futtermilben kommen nur im Trockenfutter vor. Zu einer Besiedlung kann es aus verschiedenen Gründen kommen:

  • Möglich ist ein Milbenbefall bereits beim Hersteller des Hundefutters. Dieser kann verursacht sein durch kontaminiert gelieferte Rohstoffe wie zum Beispiel Getreide.
  • Ein Befall kann auch innerhalb des Herstellungsprozesses erfolgen: Es können zum Beispiel Milben ins Futter gelangen, falls dieses zwischengelagert wird.
  • Ebenso kann ein Befall im Haus des Hundehalters stattfinden. Milben können aus dem Hausstaub in das Trockenfutter gelangen. Dazu kommt es vor allem dann, wenn das Hundefutter nicht luftdicht verschlossen ist.

Aufgrund ihrer Größe von unter einem Millimeter sind Milben im Futter nur schwer zu entdecken. Am Boden eines Futtersacks oder einer Futtertonne kann sich ein bräunlicher Milbenstaub ansammeln. Zudem kann es zu einer Geruchsveränderung kommen, die ein wenig an Minze erinnert. Bei Verdacht sollte das Futter entsorgt werden.

 

Wie zeigt sich eine Futtermilbenallergie beim Hund?

Für Hunde stellen Futtermilben eine bedeutende Allergenquelle dar. Nach der Aufnahme kann ihr Immunsystem sowohl auf die Milben wie auch auf Eiweißbestandteile in deren Kot allergisch reagieren. Dies äußert sich vor allem durch Juckreiz und Entzündungen der Haut. Eine Milbenallergie kann durch einen Hauttest oder Bluttest diagnostiziert werden.

 

Wie kann man das Risiko von Futtermilben senken?

  • Öffne den Beutel nur kurz, um die tägliche Ration zu entnehmen und verschließen ihn gleich wieder.
  • Schließe den geöffneten Beutel immer luftdicht. Hierfür eignen sich Gefrierbeutel-Clips.
  • Je kürzer eine geöffnete Packung zu Hause lagert, desto geringer ist das Risiko eines Milbenbefalls. Wähle daher eine Packungsgröße, die in einem überschaubaren Zeitraum aufgebraucht ist.

 

Trockenfutter richtig lagern

  • Die Nahrung sollte nicht neben dem Hundebett lagern, da Vorratsmilben im Hausstaub vorkommen.
  • Bestelle besser öfters nach, als besonders große Vorratspackungen zu wählen.
  • Wenn du das Futter in einen Behälter umfüllst, solltest du diesen immer komplett aufbrauchen, heiß auswaschen und dann frisch auffüllen.
  • Das Trockenfutter sollte möglichst kühl und trocken und nicht in der Nähe von Lebensmitteln aufbewahrt werden.
  • Vorteilhaft ist es, wenn die Luftfeuchtigkeit möglichst niedrig ist und die Raumtemperatur nicht zu hoch.