PONY! Wie alles begann…

PONY!  Wie alles begann…

Ich hab jetzt schon ein paar private Nachrichten mit Fragen bekommen. Hauptsächlich von Menschen, die vor haben, sich einen Rhodesian Ridgeback ins Haus zu holen.

Deswegen dachte ich, ich lass für euch die Hosen runter (nein! Kein Bild davon! 😛 ) und erzähle euch die nackte Wahrheit, wie es passieren konnte, dass plötzlich ein Pony in meinem Bett liegt:

  • 65 qm. 3 Zimmer plus Küche und Bad.
  • 2 Kater, die sich für Gott halten.
  • 1 Kater mit Nervenstörungen.
  • 1 dicke Katze.
  • 1 Katze, die uns erlaubt, ihre Luft zu atmen und
  • 1 behinderten kleinen Kater.
  • Wir. 2 berufstätige Menschen. Anstrengende Menschen. So ein bisschen anders als andere.
  • Seit ich meinen Mann kenne, hat er mit Hunden zu tun. In allen Bereichen.

    Ich nicht. Ich mag keine Hunde. Und vor allem keine Großen. Ich wurde überall mit geschleppt. Hundeplatz. Gassi. Ausstellungen: Und es hat mich soooo wenig interessiert. China. Sack reis. Ihr wisst schon…

    Über die Jahre wurde der Wunsch – seiner, nicht meiner – nach einem eigenen Hund immer größer und an diesem einen fiesen stinkigen Samstag, sollte mein Schicksal besiegelt werden.
    Animal. Stuttgart.

    Zum ersten mal sah er Ridgebacks und ja…. ich wusste es…. ich bin im Arsch!
    4 lange Jahre konnte ich noch mein faules und entspanntes Dasein genießen.
    Immer mit den gleichen Argumenten. Kein Platz. Keine Zeit. Hund zu groß.
    Aber er wurde immer trauriger und trauriger. Bei uns stapelten sich unzählige Ridgeback Bücher.
    Und als er irgendwann mit einem mini Baby Halsband heim kam, wusste ich, bald ist mein Leben also zu Ende. Spaß 🙂 Mir ging dann einfach nur das Zäpfchen 😉

    Viele Gespräche später, standen wir also tatsächlich bei einem Züchter. Und? Es war die Hölle! Riesige Hunde! Ich hatte 2 Stunden lang die Hosen voll!
    Die Welpen waren nicht süß! Sie waren riesig! 3 mal so groß wie ne Katze. Türen, Stühle und einfach alles war angekaut!
    Näh! Niemals! Ich will heim! Sofort!

    War ne lange Heimfahrt. So ganz ohne reden….
    Ok ok ok. Vielleicht waren die einfach nicht so toll. Gehen wir noch zu anderen.

    1 Woche später. Willkommen bei Vermehrern mit witzigen Geschichten, wie schnell ein Katzenkopf vom Hals ab fällt….

    Ich hatte die Schnauze voll! In meine Wohnung kommt kein Köter, der sich über 6 Katzenköpfe freut!!!
    Habt ihr gewusst, wie traurig ein Mann werden kann, wenn er die fieseste und gemeinste Frau der Welt hat? Ein Mann, der 6 katzen hat, die teilweise chronisch krank sind, obwohl er eigentlich nie ne Katze wollte und trotzdem IMMER mit zum Arzt geht? Und sich kümmert und kümmert….

    ACH VERDAMMT! Das kannste nicht machen. Echt nicht.
    Wir beschlossen also, noch zu einem einzigen Züchter zu fahren. Nix kaufen. Nur gucken und sprechen.
    Freitag Nachmittag. Ein Hoftor wird geöffnet und dann waren es noch Sekunden….
    Ein ganzer Haufen kleiner Welpen und ganz hinten in ner Box … ja! Da saß sie. Das Pony!!!!

    Sie wars! Ohne Diskussion. Ohne viel bla bla. Gib her. In mein Arm.

    Pony und ich laufen weg und quatschen gleich mal darüber, ob sie denn schon mal ne Katze…. und so Kram halt 😀
    Ich mache es kurz – in keinem Buch steht, das du mit einem Welpen plötzlich behindert bist. Du kannst nichts mehr machen. Nichts mehr alleine.

    Ähm …wie geht man denn bei 40 Grad im Schatten einkaufen? Muss man ja, um nicht zu verhungern. Alleine lassen geht nicht. Auto lassen geht natürlich auch nicht. Gekochter Welpe ist nicht gut!!
    Ja dann nehme ich sie halt mit. Mir doch egal!

    Die Diskussion mit dem Marktleiter dauerte nur Sekunden: “Was??? Sie wollen, das mein Welpe im Auto stirbt???” Lautstärke 10. Und schon stand Pony zwischen Zwieback und Gemüse 🙂

    Das war Woche 1.
    In Woche 2 und 3 folgt – Pony! Ein Satansbraten direkt aus der Hölle!

    Ein Gastbeitrag von Miriam Marth-Rögelein

    Bild & Quelle: Miriam Marth-Rögelein

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