Peppi: Im Westen nix Neues

Peppi: Im Westen nix Neues

Leider gibt es zu meinem Zustand noch nichts zu sagen. Eigentlich benehme ich mich wie immer, aber das war ja letztens auch so und dann waren meine Blutwerte schlecht. Ich bekomme meine nächste Tablette erst wieder diese Woche und dann wird mir auch wieder Blut abgenommen.

Aber ich kann euch ja heute mal davon erzählen, was ich so alles auf der Arbeit von Frauchen mache. Am Anfang war ich noch alleine, bevor es Anni in unserem Rudel gab und so durfte ich oft mit Frauchen mit zur Arbeit. Man habe ich ein Blödsinn gemacht: einmal, da war ich noch ganz klein, hat Frauchen mich mit in den Aufenthaltsraum genommen.

Da gab es solche komischen Holzblenden an den Heizungsrohren. Ihr lest richtig, die gab es mal. Ich wusste sofort, wie ich diese Dinger auseinanderpulen konnte, um ein Stück davon mitzunehmen und zu zerkauen. Tja war nicht Hundesicher!

Und Frauchen hat mal den Kühlschrank aufgemacht und kurz offen gelassen. Da habe ich dann ganz schnell mit der Zunge über die Wurst geleckt, die da drin lag. Leider habe ich nicht verstanden, wieso Frauchen mit mir geschimpft hat. Ich fand`s lecker…

Frauchen`s Bürokollege hatte auch einen Beagle wie mich. Die Kleine kam auch ab und zu mal mit und wir konnten herrlich durch das Büro toben.

Ha ha guckt mal, ich liege auf einem Wischmop, wie ihr seht, genau für mich gemacht. Der lag bei Frauchen im Büro rum und ich habe ihn als Unterlage benutzt, obwohl ich natürlich ein Kissen habe. Aber das habe ich ja immer und den Wischmop nicht.

Es gibt drei Büro`s auf dem Flur wo Frauchen`s Büro ist. Im Ersten ist manchmal Klöse mit, das ist der Hund von der Tierärztin und Ghalib, das ist der Hund von einer anderen Mitarbeiterin. Im mittleren Büro sitzt ein Kollege von Frauchen, den ich ganz oft besuchen gehe, wenn mal wieder alle Türen offen stehen. Frauchen sucht mich dann immer, bis sie merkt, dass ich den Kollegen besuche. Auf dem Foto seht ihr Ghalib und mich. Keine Angst, wir spielen nur miteinander. Er hat mir noch nie was getan, ganz im Gegenteil, ich habe ihm immer von unten in die Beine oder den Bauch gezwickt. Aber leider habe ich Ghalib schon länger nicht mehr gesehen, er kommt nicht mehr mit, warum weiß ich nicht.

Peppi und Ghalib

Bild & Quelle: Katrin Kränzler

Anni kommt ins Rudel

Dann kam Anni in unser Rudel und durfte natürlich auch mit uns zur Arbeit kommen. Seit wir zu zweit im Büro sind kommen auch immer wieder Leute vorbei, um uns zu streicheln und mit uns zu spielen. Wir haben alles was wir brauchen. Ein Kissen, einen Wassernapf, Spielsachen und Kauknochen. Wir toben manchmal über den ganzen Flur und mischen den Laden richtig auf. Und ich sage euch, Büroschlaf ist so anstrengend… Wenn wir nach Hause kommen sind wir todmüde und müssen uns erstmal ausruhen.

peppi und anni

Bildangaben: Bild & Quelle: Katrin Kränzler

Bild & Quelle: Katrin Kränzler

Fazit

Ich finde es toll, dass bei Frauchen Hunde mit zur Arbeit dürfen. Das ist ja nicht immer so. Aber wir brauchen nicht zu Hause alleine bleiben, wenn Frauchen arbeiten geht. Bevor Anni zu uns kam, wollte Frauchen einen anderen Hund von einer Züchterin kaufen. Die war auch erst ganz nett, bis sie erfahren hat, dass Frauchen arbeitet. Dann wollte sie auf einmal Frauchen keinen Hund mehr verkaufen. Obwohl Frauchen ihr gesagt hat, dass wir Hunde mit dürfen. Aber ich finde das nicht so schlimm, denn dann wäre Anni nicht zu mir gekommen. Und ich liebe Anni sehr, auch wenn sie manchmal ganz schön zickig ist.
So ihr Lieben, dass nächste Mal gibt es wieder Informationen zu meinen Blutwerten.

Ein Gastbeitrag von Katrin Kränzler

Bild & Quelle: Katrin Kränzler

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