Ich krieg‘ ihn nicht rausgemobbt

Ich krieg‘ ihn nicht rausgemobbt

Ich krieg und krieg den Typen einfach nicht rausgemobbt. Was ich auch mache, Häufje oder Dreck, nix klappt. Verdammichnochmo.

Dabei achte ich peinlich genau drauf, dass mich keiner auf frischer Tat erwischt. Trotzdem wissen die Ollen IMMER, dass ich das war. Ich könnt weinen!

Dann muss ich halt den Dicken auf Trab halten. Gestern abend zum Beispiel: haben wir langweilig da rum gelegen. Ich natürlich mit den Chefs auf der Couch. Rüdiger war schwer unruhig gestern. Ist dauernd hin und her getigert. Irgendwann hat er sich dann endlich abgelegt. Genau vor der Couch. Feeeeeehler!!!!

Hab gewartet bis er angefangen hat zu schnarchen, hab mich ma gereckt und gestreckt, gaaaaanz harmlos gegähnt und hab das Ziel angepeilt.

Dann hab ich mich nochmal vergewissert, dass der Dicke auch wirklich pennt und hab mich fallen lassen. Von der Couch auf den drauf. Seitwärts.

Und hab toter hund gespielt. Hä hä hä. Das hättet Ihr sehen sollen.

Wie von der Tarantel gestochen ist der aufgesprungen. Zu tode erschrocken. Die Ohren sind hoch geflogen. Dann hat er zweimal kurz gewufft. Ganz tief und verschlafen und ist raus an die Haustür gerannt, um sicherzustellen dass keiner einbrechen will.

Ach war das lustig. Konnte aber nur nach innen lachen, sonst wär ich ja aufgefallen. Als er wieder reinkam hab ich mich nochmal verschlafen geräkelt und ihm ’nen Küssjen gegeben. Bin ja schlau. Hab gemeint, er hätt bestimmt nur geträumt. Laaaaaach. Er is echt drauf reingefallen.

Und ich? Ich hab mich auf die Hundecouch gelegt und getan was ich am besten kann. Aussehn als wenn ich der süßeste Hund auf der Welt wäre. Zwinker…

Ein Gastbeitrag aus der Reihe „Polly’s Welt

Bild & Quelle: Polly’s Welt, via Steffi

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