Die Haftpflichtversicherung für den Hund:

So bescherst du dir und deinem Vierbeiner ein stressfreies Leben 

Die Privathaftpflichtversicherung ist dir sicher ein Begriff und du hast sie (hoffentlich) schon längst abgeschlossen. Doch wie sieht es eigentlich mit der Hundehaftpflicht aus? Wie du dich schützen kannst, falls deinem Vierbeiner mal ein Missgeschick passiert, erklärt dir der Jack Russell Leo.

Was bisher geschah: Nichts als Ärger

Kennst du das auch? Du kaust mal wieder gedankenverloren auf irgendwelchen herumliegenden Schuhen herum, wünschst dir insgeheim, sie wären ein saftiges Steak – doch ganz plötzlich wirst du aus deinen Träumen gerissen. Dein*e Besitzer*in zerrt dir die Schuhfetzen aus dem Maul und weist dich währenddessen in beachtlicher Lautstärke darauf hin, dass du gerade etwas verbockt hast. Genau das ist mir, Jack Russell-Rüde Leo, vor einiger Zeit passiert. Es gab ein ziemliches Drama, denn in diesem Fall kaute ich eben nicht nur auf irgendwelchen herumliegenden Schuhen herum, nein, es handelte sich hierbei um die Schuhe der besten Freundin meines Herrchens Lukas. Und wie mir beide entsetzt entgegen schrien, waren die besagten Schuhe wohl von einem bekannten italienischen Designer und somit ziemlich teuer (umgerechnet circa ein Jahr meines Hundefutters oder 60 Rinderhüftsteaks, wie mir in lautem Ton vorgerechnet wurde). Das war mir unangenehm und ich hielt verschämt die Pfötchen über mein pelziges Gesicht.

Und in so einer unerfreulichen Situation befand ich mich leider schon des Öfteren, denn Lukas’ Freund*innen, Bekannte oder Kolleg*innen ließen andauernd Dinge in der Gegend herumliegen: Schuhe, Taschen, Kabel, Plüschtiere, usw. Immer wenn ich etwas zerstöre, gab ich mein Bestes, um einigermaßen glimpflich davonzukommen. Ich setze meinen bezauberndsten Hundeblick auf, winsel, wedel mit dem Schwanz, ich zeige sogar freiwillig und ganz ohne die gewohnte Leckerli-Gegenleistung all meine beeindruckendsten Tricks. Doch vergebens! Wenn mir ein derartiges Missgeschick passiert, bringt das alles überhaupt nichts.

Der Retter in der Not: Die Hundehaftpflichtversicherung

Aber in letzter Zeit habe ich einen Unterschied bemerkt. Bei Vorfällen wie diesen sind Lukas und alle Beteiligten zwar weiterhin zunächst ein wenig erbost, aber die Lage beruhigt sich auffallend schnell wieder. Was ist geschehen? Ich konnte es mir zunächst nicht erklären, doch als ich das eine Mal dösend unterm Tisch lag, hörte ich plötzlich meinen Namen und schnappte ein paar Gesprächsfetzen auf “Leo … mal wieder was kaputt gemacht … Hundehaftpflicht”. Da schreckte ich hoch: Aha, Hundehaftpflicht! Dieses Wort war mir bis dahin völlig unbekannt, aber schien mein Retter in der Not zu sein. Meine Spürnase kam zum Einsatz und ich fing an mich auf dem Hundespielplatz umzuhören: Mein Beagle-Kumpel konnte mir leider nicht weiterhelfen; seine Besitzer sind immer noch sauer, wenn er sich einen Fauxpas leistet. Auch der Chihuahua wusste von nichts, den betagten Mops brauchte ich erst gar nicht fragen. Doch zum Glück half mir dann doch endlich jemand weiter! Die gewiefte Border Collie-Dame erklärte mir geduldig, was es mit so einer Hundehaftpflicht auf sich hat.

Was ist eine Hundehaftpflichtversicherung?

Ich fasse einmal kurz für euch zusammen: Die Haftpflichtversicherung für den Hund ist vergleichbar mit der Privathaftpflichtversicherung für den Menschen. Sie deckt gegen körperliche oder materielle Schäden ab, die ein Vierbeiner anderen hinzufügt – ganz egal, ob einer dritten Person oder einem anderen Tier. Nehmen wir an, ich wollte eigentlich nur spielen, aber habe dadurch jemand anderen verletzt; dann greift die Hundehaftpflicht. Diese Schäden können im schlimmsten Fall ziemlich teuer werden, daher sichert eine solche Versicherung mich und mein Herrchen bis zu einer Höhe von 30 Mio. Euro ab (ich weiß nicht genau, wie viele Rinderhüftsteaks das umgerechnet sind, aber bestimmt eine ganze Menge!). Einige Versicherungen bieten sogar noch zusätzliche Abdeckungen. So können u. A. auch geliehene Sachen, wie Autos, versichert werden. Oder die Tierarztkosten werden übernommen, falls ein anderer fremder Hund mich im Park beißt. Hättest du’s gewusst?

Ich wusste es davor nicht. Und auch wenn ich mir fest vorgenommen habe, nur noch auf Knochen rumzukauen, die für mich bestimmt sind, weiß ich nun: Lukas und ich sind mit einer Hundehaftpflicht geschützt und können unser Zusammenleben in vollen Zügen und ganz stressfrei genießen – auch wenn mir mal ein Malheur passiert. Ich finde das einfach nur Wau, ähm Wow!

 

 

 

 

Bildquelle: Pexels

 

 

 

 

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Der Rückruf als Antijagdtraining
Der Rückruf als Antijagdtraining

Der Rückruf als Antijagdmittel? Bei meinem Rückruf-Workshop stelle ich anfangs die Frage, warum die Teilnehmer mitmachen. Schon klar, wegen dem...

Schließen