Der Pumi wird von vielen missverstanden. Zum Glück gibt es die Pumi-Kennerin und Züchterin Anita Macher Hürzeler von Puszta Ördöge Kennel – und das ist ihre Geschichte:

„Oh ist der süß! Was ist denn das für ein Mix?“ – Erstaunlich, wie viele Leute uns ansprechen, wenn wir mit einem unserer Pumis unterwegs sind.
Die originellste Antwort haben wir auf einer Ausstellung bekommen, als wir gerade erklären wollten, was ein Pumi ist.

„Ah ja ein Pumi – ein Pudel-Mix, das ist doch die neue Rasse aus den USA!“ Leider hatte es die Dame so eilig, dass ich es nicht richtigstellen konnte und sie schon bei ihrer Antwort wieder davonlief.

Wir blieben mit einem Schmunzeln zurück.

schwarzer Pumi mit roter Blume

Bild: Anita Macher Hürzeler
Quelle: www.pusztateufel.ch, via Anita Macher Hürzeler

Geschichte des Pumi

Der Pumi ist natürlich kein Pudel-Mix.

Die Rasse entstand im 17. Jahrhundert in Ungarn als die französischen Hirten mit ihren großen Merinoschafherden in das Karpatenbecken kamen.

Sie hatten selbstverständlich ihre treuen Begleiter mit. Aus der Kreuzung zwischen dem Puli und den französischen Hirtenhunden entstand der Pumi. Bis 1900 wurde der Pumi auch Puli genannt. Erst dann wurde es Namentlich auseinandergehalten. Die Trennung in zwei Rassen hatte unterschiedliche Folgen: Der Puli kam in Mode, der Pumi behielt seine Vorrechte als Hirtenhund. 
Der Pumi wird aber selbst heute noch nicht unter völlig geordneten Umständen gezüchtet. Neben den im Stammbuch registrierten Exemplaren kamen Pedigree-Tiere zum Vorschein, die die Rassemerkmale übertrafen. Das über Pumi’s geführte Stammbuch ist also noch recht offen.

Ein rassiger Hund

Der Pumi ist eine lebhafte und temperamentvolle Hunderasse, der gefordert werden möchte.

Er ist ein typischer Allrounder. Sowohl die traditionelle Herdenarbeit als auch der moderne Hundesport wie Dog Dancing, Agility, Obedience, Dog Frisbee usw. machen ihm großen Spass.

Die Bindung zwischen Pumi und Herrchen/Frauchen ist sehr eng. Der Pumi folgt seinem Besitzer überall hin und ist bereit, für seinen Besitzer alles zu tun, was ihn zufrieden stellt. Zu „seiner Familie“ ist der Pumi stets loyal, ergeben und lässt sich gerne mit Streicheleinheiten verwöhnen.

Jedoch zu Fremden ist er misstrauisch und lässt sich nicht gerne anfassen.

Wenn der Pumi einmal Freundschaft geschlossen hat, dann ist das für’s Leben!

 

Sein Charakter & für wen er der richtige Hund ist

Kurzum:
 Dieser Hund ist sehr anpassungsfähig, mutig, lernfreudig und robust, dabei aber auch eher sensibel.

Er braucht unbedingt eine sinnvolle Beschäftigung, welche viel Bewegung mit sich bringt, sonst wird er leicht unerträglich.

Er hat sozusagen immer das letzte Wort, auch in der Kommunikation mit seinem Besitzer. 
Außerordentlich treu, Fremden gegenüber allerdings oft zurückhaltend und misstrauisch, zeigt er auch schon mal die Zähne, wenn er bedrängt wird. Gut geeignet ist er für Agility, wo er sein Übermaß an Energie und Temperament ausleben kann.

Der Pumi wird in vielen Rassebebeschreibungen als Kläffer beschrieben, was nicht stimmt.

Diese Hunderasse mit einem gesunden und stabilen Wesen bellt nicht mehr, als ein anderer Hund. Viele Pumis bellen auch aus purer Langweile, da sie unterfordert sind.

Seit meiner Kindheit waren Hunde meine treusten Begleiter. Die Rasse Pumi hatte es mir besonders angetan. Mit ihrem Charme haben sie mich in ihren Bann gezogen. Ich kann mir ein Leben ohne Pumi nicht mehr vorstellen.