Mini Hunderassen – klein, aber fein!

Mini Hunderassen – klein, aber fein!

Seit tausenden Jahren sind Hunde als treuer Begleiter des Menschen gern gesehen. Früher waren es eher nicht die Mini Hunderassen, die den Menschen begeisterten, sondern große, sehr kräftige Rassen. Warum sich dieser Wandel ergeben hat, kann schnell und einfach erklärt werden. Einst begleitete der Hund seinen Besitzer mit auf die Jagd und musste Haus und Hof bewachen. Mini Hunderassen waren für diesen Zweck nicht so gut geeignet, wie größere und kräftigere Artgenossen.

Die Trendwende

In der heutigen Zeit wohnt eine Vielzahl der Hundebesitzer in kleinen Wohnungen. Sie brauchen keine Hunde mehr zum Bewachen oder als Begleiter bei der Jagd.

Der Hund wird eher als Freund, Partner oder Kindersatz gesehen. Mini Hunderassen eignen sich für die Haltung in einer Wohnung bedeutend besser als größere Hunderassen.

Kleine Hunde beanspruchen nicht nur weniger Platz, sie fressen auch weniger und können im Bedarfsfall einfach getragen werden. Trotz der Tatsache, dass solche Minihunde weder als Haus- und Hofhunde, noch als Jagdhunde gehalten werden, haben sie ihren Beschützerinstinkt und Jagdtrieb nicht ganz verloren.

Beliebte Mini Hunderassen

Mops

MopsBildangaben: Unsplash / Pixabay, creative commons public domain

Unsplash / Pixabay, creative commons public domain


Ursprünglich stammt der Mops, auch Dguillo, Pug, Carlino oder Carlin genannt, aus England. Er gehört zu den Mini Hunderassen, die von der FCI anerkannt sind. Vermutungen lassen erahnen, dass der Mops schon vor 2000 Jahren im Kaiserreich China gezüchtet wurde. Die Vorfahren sollten Vermutungen nach Doggen geglichen haben. Mini Hunderassen waren vor 2000 Jahren in China schon sehr beliebt. Mini Hunderassen durften nur privilegierte Chinesen besitzen, daher wurde der Mops auch “Kaiserhund” genannt. Obwohl der Mops immer wieder Liebhaber und Züchter fand, geriet er bis 1918 fast in Vergessenheit. Möpse können unterschiedlich gefärbt sein, sind bis 35 Zentimeter hoch und wiegen zwischen 6 und 8 Kilogramm. Möpse gehören zu den Mini Hunderassen, die besonders anhänglich, fröhlich, intelligent und freundlich sind. Sie sind treue und auf den Menschen fixierte Begleiter, die ein angenehmes und kaum aggressives Verhalten zeigen. Möpse brauchen nur sehr wenig Bewegung, sie eignen sich bestens für die Haltung in einer Wohnung. Als Besitzer sollten Sie aber Wert auf eine ausgewogene Ernährung legen, damit Ihr Mops nicht übergewichtig wird.

Hier gehts zum ausführlichen Mops Portrait.

Dackel

Hundefoto von Dackel FamilieBildangaben: Bild & Quelle: Andrea Ihringer

Bild & Quelle: Andrea Ihringer


Ein Dackel gehört zu den Mini Hunderassen, die speziell für die Jagd gezüchtet wurden. Es handelt sich um eine deutsche Hunderasse, die für die Dachsjagd im Dachsbau genutzt wurde. Dackel werden auch Teckel genannt. Dackel haben einen lang gestreckten Körperbau, kurze Beine und erscheinen allgemein muskulös. Dackel wiegen, je nach Rasse bis zu 9 Kilo. Es wird zwischen Dackel und Zwergdackeln unterschieden. Sie können langes Fell haben, werden allerdings auch als Rauhaar- oder Kurzhaardackel gezüchtet. Dackel sind bekannt für ihr Selbstbewusstsein. Sie sollten daher vorsichtig sein, wenn Sie mit einem Dackel einem größeren Hund begegnen. Dackel unterwerfen sich nicht unbedingt, es kann zu Beißereien kommen. Dackel haben ihren eigenen Kopf und sollten daher schon im Welpenalter konsequent erzogen und auf die Familie geprägt werden. Sie sind sehr intelligent, freundlich und aufgeweckt. Dackel können auch in kleinen Wohnungen gehalten werden, wenn sie ausreichend oft Spaziergänge unternehmen. Dackel bewegen sich nicht nur gerne und oft, sie bellen auch viel. Gerade in großen Mietshäusern sind sie daher bei Nachbarn nur bedingt beliebt.

Hier gehts zum ausführlichen Dackel Portrait.

Chihuahua

Chihuahua Rüde Sammy läuft "bei Fuß"Bildangaben: Bildrechte bei Issn' Rüde!

Bild & Quelle: Vitakraft, via Julia Neuen


Die mexikanische Hunderasse Chihuahua ist unter den Mini Hunderassen die kleinste Rasse der Welt. Besonders erfreulich ist, dass Chihuahuas eine Lebenserwartung von 15-18 Jahren haben. Laut Aufzeichnungen haben Aztekenpriester schon im 8. Jahrhundert Chihuahuas gehalten. Sie galten als Führer von toten Seelen und sollten diese ins Jenseits begleiten, aus dem Grund wurden sie als Opfertiere bei Beerdigungen dargebracht. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die kleinsten Hunde der Welt nach Amerika und dann nach Europa. Bauern verkauften diese bereitwillig an Touristen. Chihuahuas wiegen nur zwischen 1 und 3 Kilo. Sie sind mutig, aufmerksam, intelligent und friedliebend. Fühlen sie sich unverstanden, drücken sie ihr Missfallen mit Kläffen aus. Richtig behandelt und erzogen können die “Kleinen” sehr selbstbewusst sein. Sie gehen sehr gerne spazieren, aber nicht zu ausgiebig.

Hier gehts zum ausführlichen Chihuahua Portrait.

Malteser

Malteser Hund

TaniaVdB / Pixabay, creative commons public domain


Malteser gehören zu den anerkannten Mini Hunderassen der FCI. Malteser sind schon seit mehr als 2000 Jahren bekannt, sie kamen aus Ägypten, kamen nach Malta, und dort zu ihrem Namen und wurden dann in England weiter gezüchtet. Malteser sind zwischen 20 und 25 Zentimeter hoch, dabei wiegen Sie zwischen 3 und 4 Kilo. Malteser sind als eher langhaarig zu bezeichnen, sie sind weiß, bis elfenbeinfarbig. Die schwarze Nase sticht auffällig aus dem hellen Fell hervor. Malteser gehen sehr elegant und fallen durch ihre stolze Kopfhaltung auf. Malteser sind die perfekten Familienhunde. Sie verfügen über ausreichend viel Selbstbewusstsein, sodass Eifersucht für sie keine Rolle spielt. Malteser sind lebhaft und intelligent, sie nehmen ihre “Familie”, wie sie ist, ob alt oder jung. Malteser haben keine Probleme mit Kindern, Babys oder älteren Menschen. Die Pflege und die Erziehung sind einfach. Die Haltung in einer Stadtwohnung ist durchaus möglich, wenn steter Familienanschluss, Fellpflege und ausreichend viel Auslauf geboten werden. Sie sollten Ihren Malteser nicht häufig länger alleine lassen, dann wird der kleine Hund schwermütig.

Yorkshire Terrier

Zu den Mini Hunderassen gehört auch der Yorkshire TerrierBildangaben: BubbleJuice / Pixabay, creative commons public domain

BubbleJuice / Pixabay, creative commons public domain


Zu den allseits beliebten Mini Hunderassen gehört auch der Yorkshire Terrier mit britischer Herkunft. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Minirasse in der britischen Grafschaft Yorkshire gezüchtet. Sie sollten dabei behilflich sein, die Industriestädte der Region frei von Mäusen und Ratten zu halten. Die Schulterhöhe, der Yorkshire Terrier, liegt zwischen 22 und 24 Zentimeter, ihr Gewicht bei etwa 3 Kilogramm. Die Hunde verfügen über einen kompakten Körperbau und sind mit einem relativ langen, glatten Fell behaart. Yorkshire Terrier haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt und sind ausgesprochen mutig. Trotz ihrer geringen Körpergröße verteidigen sie ihre Familie bis aufs Blut. Selber halten sie sich für größer als sie sind, daher sind sie selbstbewusst und oftmals stur. Sie sind treu, intelligent, mutig und lebhaft, bei der Führung brauchen sie eine konsequente Hand. Yorkshire Terrier können problemlos in einer Stadtwohnung gehalten werden, brauchen aber ausreichend viel Auslauf und Kontakt zu anderen Hunden. Yorkshire Terrier müssen lediglich gebürstet werden, ansonsten sind die kleinen Hunde pflegeleicht, weil sie genetisch so veranlagt sind, dass es keinen Fellwechsel gibt.

Jack Russell Terrier

Eine Prominenz unter den Mini Hunderassen ist der Jack Russell TerrierBildangaben: giuseppe1402 / Pixabay, creative commons public domain

giuseppe1402 / Pixabay, creative commons public domain


Jack Russel Terrier gehören ebenfalls zu den Mini Hunderassen, die unzählige Anhänger finden, sie lassen sich einfach pflegen, mittelgut erziehen und sind sehr aktiv. Der Pfarrer Jack Russel, der auch als Jäger sehr aktiv war (geb. 1795, gest. 1883), züchtete diese Rasse. Für die Zucht verwendete seine rauhaarige Terrierhündin Trump. Seit dem Jahr 2000 ist der Jack Russel Terrier von der FCI ( Fédération Cynologique Internationale) als Hunderasse anerkannt. Jack Russel Terrier besitzen eine Schulterhöhe von 25 bis 30 Zentimeter, bei einem Gewicht von 4 bis 8 Kilo. Die Hauptfellfarbe muss weiß sein und das Fell zudem wetterfest. Jack Russel sind eher als robust zu bezeichnen. Die Hunde sind flink, die Körperlänge ist länger als die Körperhöhe. Sie bewegen sich geschmeidig und sind kräftig. Sie sind energiegeladen, überzeugen durch ihre Treue und Zuneigung zu ihrem Besitzer. Wichtig ist, dass Sie als Besitzer konsequent in der Erziehung sind, damit Sie den temperamentvollen Hund erziehen und auf sich prägen können. Jack Russel können bis zu 18 Jahren alt werden. Sie sind perfekte Familienhunde.

Hier gehts zum ausführlichen Parson Jack Russell Portrait.

Für wen sind Mini Hunderassen geeignet?

Mini Hunderassen sind für alle Menschen bestens geeignet, die Hunde lieben und respektieren. Die hier vorgestellten Mini Hunderassen sind nur eine Auswahl es gibt wesentlich mehr. Bedenken Sie aber, dass das Wesen der Mini Hunderassen zwar genetisch bestimmt werden kann, aber abhängig von der Haltung und der Erziehung sind. Sie prägen Ihren Hund und sind letztendlich auf für die Ausbildung des Charakters verantwortlich. Daher nehmen Sie die Vorstellungen als Anregung und geben Sie Ihr Bestes, wenn Sie sich für einen Hund der Mini Hunderassen entscheiden, diesen zu einem wirklich gesellschaftsfähigen Hund zu erziehen. Egal, ob Sie in einer Mietwohnung oder auf dem Land wohnen.

Titelbild & Quelle: BarnImages / Pixabay, creative commons public domain