Die meisten Hundebesitzer leben mit einem einzigen Hund zusammen. Manche haben aber auch zwei Hunde. Mehrere aber haben nur sehr wenige. Doch wie ist das eigentlich, wenn man mit einem ganzen Rudel an Hunden zusammenlebt?

Mein Mann und ich leben auf einem alten Bauernhof und betreiben dort eine Hundepension. Zu uns kommen Hunde, wenn die Besitzer in den Urlaub fahren, über Tag arbeiten sind oder einfach, damit ihr Hund mit anderen Fellnasen spielen kann. Das Besondere, es gibt keine Zwinger oder etwas Ähnliches. Alle Gasthunde behandeln wir wie unsere beiden eigenen. Sie dürfen im Hof und Garten spielen und sie können natürlich auch ins Wohnzimmer. So ist es leicht vorstellbar das der Alltag in einer solchen Hundepension manchmal sehr turbulent verläuft.
Hier mal ein kleiner Einblick in unseren Tagesablauf:

Tageshunde kommen an

Unser Tag beginnt meistens um 6:30 Uhr. Doch es kommt auch vor, dass die Hunde, die bei uns übernachten, schon etwas früher aufstehen und bereits gute Stimmung verbreiten. Jedenfalls werden morgens erst einmal die Hunde gefüttert und versorgt. Also unsere eigenen beiden Hunde und die Gasthunde, die bei uns über Nacht geblieben sind.

Fast an jedem Tag kommen gegen 7 Uhr die ersten „Tageshunde“, Hunde, die von ihren Besitzern morgens gebracht und nachmittags wieder abgeholt werden. Je nach Grund (zum Beispiel Job) geht das bis ca. 10 Uhr so. Spätestens dann sind alle Tageshunde an Bord und der Alltag in der Pension kann beginnen. Zusätzlich zu unseren eigenen Hunden, sind dann noch 5-6 weitere Hunde bei uns und das Leben wird bunt und unterhaltsam. Hundepension Laura Dittmann

Je nach Laune und Temperament toben die Hunde im Garten oder spielen im Hunderaum. Andere liegen einfach gerne in einem Körbchen, auf der Couch oder wollen mit uns Menschen einfach nur kuscheln. Wir versuchen den Tieren gerecht zu werden und die Tiere danken es uns. Aber auch Hunde brauchen Bewegung, deshalb unternehme ich häufig auch Spaziergänge in die nähere Umgebung, danach gibt es was zum Essen, ein Teil der Hunde möchte dann schlafen und andere toben einfach bis sie müde sind. Einige Hunde müssen aber auch Medikamente bekommen, auch dafür wird bei uns gesorgt.

Abholung der Hunde

In der der Regel werden gegen 14 Uhr die ersten Hunde wieder abgeholt. Normal sind dann bis 18:30 Uhr alle „Tageshunde“ wieder bei ihren Herrchen / Frauchen – oder aber auch nicht.
In schöner Regelmäßigkeit kommt es vor, dass ein Hund abends noch bei uns ist, obwohl er „eigentlich“ hätte abgeholt werden müssen.
Nach telefonischer Rückfrage kommt es dann zu witzigen Aussagen: „Ach stimmt, den Sam habe ich ganz vergessen. Habe mich schon gewundert warum es hier so ruhig ist.“
Irgendwann sind dann aber die „Tageshunde“ wieder bei ihren Besitzern.

Doch Feierabend ist dann noch nicht, denn es gibt ja noch die „Schlafhunde“ – wie wir sie nennen. Sie übernachten bei uns oder bleiben auch einfach mal ein paar Wochen bei uns, wenn Herrchen und Frauchen in den Urlaub fahren oder andere Gründe für einen Aufenthalt sprechen.

Übernachtung

Jeden Abend mache ich mit den „Schlafhunden“ und unseren eigenen Hunden zwischen 21 und 22 Uhr die kleine „Wir machen uns jetzt fertig kleine Pipirunde“ durch den Garten. Danach kommen die Hunde zur Ruhe und legen sich in ihr Schlafquartier. Der abenteuerreiche Tag, das Spiel mit Gleichgesinnten und der Aufenthalt bei uns haben sie müde gemacht unMilo`s Hundecolleged sie kommen zur Ruhe.

Das Schlafquartier ist dann entweder in unserem Wohnzimmer oder in unserem speziell eingerichteten Hunderaum (beides im Erdgeschoss). Vereinzelt gibt es aber auch Hunde die nicht allein sein wollen. So kommt es hin und wieder vor, dass wir einen der Gasthunde mit in unser Schlafzimmer im ersten Stock nehmen, damit er dort zur Ruhe kommen kann.

Dazu stellen wir ein Körbchen neben unser Bett, damit die Fellnase es bequem hat und was passiert? RICHTIG, es dauert nicht lange und sobald die ersten Schlafgeräusche zu hören sind, kriecht der kleine Stinker vorsichtig in unser Bett. Na super, selten haben mein Mann und ich Platz im Bett – Einer geht immer!!

Ähnlich wie bei „Und ewig grüßt das Murmeltier“ wiederholen sich die Abläufe Tag für Tag und eins ist sicher: MISSEN möchten wir unseren Job nicht.

Merke: Wer nie einen Hund hatte, der weiß nicht was es heißt geliebt zu werden.

Laura Dittmann, Milo`s Hundecollege
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Quelle Bilder
Laura Dittmann