Marley`s Geschichte

©Kati Karabiyik

Marley ist unser im September 2014 geborener American Staffordshire Terrier. Von klein auf bereichert er unser Leben. Als er und seine Geschwister ca. im Alter von einem Jahr waren, erlitt seine Schwester den ersten Krampfanfall.
Niemand wusste so recht was damit anzufangen, nach zahlreichen Untersuchungen viel bei ihr die Diagnose Epilepsie. Das Thema hat wohl keinen von uns mehr so wirklich verfolgt, man verfällt ja ziemlich schnell wieder in den eigentlichen Trott und denkt sich: Trifft ja nicht mich 😏

Der Tag an dem es uns traf

Den Tag an dem es uns dann traf werde ich nicht vergessen. Es war kurz nach seinem 3. Geburtstag (21.9.2017). Ich war allein daheim, erholte mich von einer OP.
Marley lag wie immer neben mir und schlief ausgestreckt. Auf einmal bäumte er sich auf, kippte rückwärts über und begann stark zu krampfen. Ich dachte WIRKLICH er stirbt 😣. Ich weiß, dass ich (ungelogen) 23x versucht habe die Telefonnummer meines Tierarztes zu wählen, so sehr hab ich gezittert und geweint. Als ich ihn endlich am Telefon hatte, gab er wirklich sein bestes mich zu beruhigen und es kam ein Satz, der sich in meinem Kopf verankert hat:

“Geh von ihm weg!
Das ist gleich nicht dein Hund!“

Ich habe überhaupt nicht verstanden was er mir damit sagen wollte, tat aber was er sagte und versuchte ihm alles so gut wie möglich zu beschreiben. Marley setzte sich derweil auf und starrte mich an.
Mit gewaltigen Pupillen.
Auf einmal fing er an lautstark zu knurren und die Zähne zu fletschen.
Für mich zerbrach auf einen Schlag eine ganze Welt!
Jetzt verstand ich warum ich von ihm weg sollte 😔 es war nicht mein Hund, er erkannte mich nicht.

Noch am Abend sind wir in die Praxis, wir haben sehr lange gesessen und gesprochen. Es folgten die ersten groben Untersuchungen, er gab uns ein Notfallmedikament mit und es wurde erstmal unter “ein Anfall ist kein Anfall” verpackt.Alles schien wieder normal, bis es 6 Monate später erneut zum Anfall kam. Es folgten zahlreiche Untersuchungen, die alle Ergebnislos blieben + die Tatsache dass auch seine Schwester betroffen ist folgte die Diagnose idiopathische* Epilepsie.

Marley ist inzwischen von unserem Arzt, Dr. Benjamin Andreas Berk, auf drei Medikamente eingestellt.  Ohne diese wäre er längst nicht mehr am Leben.

Es war ein langer und harter Weg ihn da hinzubekommen, wo er heute ist.

Ja, das Leben mit einem Epileptiker ist schwer und es haben sich viele Freunde abgewandt. Es muss halt alles punktgenau organisiert sein, Medikamente, Futter, Abläufe.

©Kati Karabiyik

Seine Verlustangst.

Ich weiß auch nicht wie oft ich die völlig zugedröhnten 32kg gestützt oder getragen habe 🙈 wie oft ich mir Schmerzspritzen in die Schulter spritzen lassen habe weil sich durch die Belastung eine Entzündung aufbaute, wie oft ich auf dem Boden oder der Couch schlafen musste, wie oft ich in seinem Körbchen wachte und wie oft ich heulend sagte „ich gebe auf, ich kann nicht mehr!“

Aktuell ist es bei uns aber sehr schwer geworden. Wir kämpfen nun seit fast 4 Jahren gegen seine Anfälle. Es folgten der Herzinfarkt meines Mannes und letztendlich als Folge auf alles bei mir die Diagnose Burnout.
Wir haben aktuell Schwierigkeiten die monatlich anfallenden Kosten von ihm (Medikamente, Zusätze, spezielle Fütterung) zu stemmen.
Seit Februar verkürzen sich seine Abstände und er fällt oft in Serien, wie auch aktuell wieder.
Er ist zu lebensfroh um aufzugeben und so halten wir an dem Satz fest: wer nicht kämpft hat schon verloren 🍀

Marley wird noch ein wenig in den Medikamenten justiert und wir hoffen sehr, dass er bald wieder der alte ist. 😍💞

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Herzliche Grüße an euch alle,
Kati & Marley

 

*Als idiopathisch werden z.B. Erkrankungen oder Symptome bezeichnet, deren Ursache nicht nachgewiesen werden kann bzw. nicht erkennbar ist.

Text & Fotos
Kati Karabiyik

 

 

 

 

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