Cindy ist eine allerliebste 3 1/2 Jahre alte Terrier-Hündin. Ihre Anhänglichkeit und ihr Bemühen – trotz hin und wieder Unsinn im Sinn – alles recht zu machen, verzeiht alles.

Eines nachts wurden Cindys Leute durch ein jedem Hundebesitzer wohlbekanntes Geräusch geweckt: die Hündin würgte größere Mengen Futter und Schleim hervor.

Als das Frauchen das Malheur in die Toilette entsorgen wollte, hörte sie es verdächtig scheppern. Erst da bemerkte sie, daß in dem Erbrochenen etliche Steine waren. Doch Cindy kam nicht zur Ruhe.

Border-Terrier von Warnberg auf Gartentisch (19)

Bild & Quelle: Ingrid Seibert

Der noch nachts aus dem Bett geklingelte Tierarzt röntgte die Hündin, da kam das ganze Ausmaß zum Vorschein: der ganze – bereits vergrößerte – Magen war voller Steine, bereits im Dünn- und Dickdarm befanden sich ebenfalls welche.

Es waren zwischen 50 und 60 Steine in dem kleinen Hund!

Eine Operation war unter diesen Gegebenheiten nicht mehr möglich.

Wie kriegen wir die Steine aus dem Hund heraus?

Als erste Maßnahme wurde der Hündin ein Brechmittel gespritzt. Mit sehr großem Erfolg! Aus Kreislaufproblemen konnte dies aber nicht wiederholt werden. Auch die eingeschalteten Ärzte der nächstgelegenen Tierklinik hatten so etwas noch nicht gehabt und wußten keinen Rat.

8 Stunden dauerte diese erste Behandlung beim Tierarzt! Mit allen möglichen Tricks wurde Cindy zum Erbrechen gebracht. Auch an den nächsten 3 Tagen mußte Cindy noch täglich 3x zum Tierarzt und wurde mit Sauerkraut „zwangsernährt“. Nach und nach kamen die Steine wieder hervor. Nach 4 Tagen hatte Cindy noch 2 Steine; eine abschließende Röntgenaufnahme 3 Wochen später zeigte sie „steinlos“.

Cindy hat bis heute keine Steine mehr ins Maul genommen. Untersuchungen ergaben auch keinen Grund für ihr Verhalten.

Offensichtlich nur eine (schlechte) momentane Laune.

Ein Gastbeitrag von Ingrid Seibert von www.BorderTerrier-vonWarnberg.de

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