Müll – Hauptgefahr für Hunde!

Müll – Hauptgefahr für Hunde!

Viele Hunde haben die schlechte Angewohnheit einfach alles zu verschlingen, was ihnen seine
Besitzer wirklich nie in den Futternapf geben würden. Kein Wunder also, wenn sie sich beim
Gassigehen freudig und schwanzwedelnd auf Pferdeäpfel, verweste Tiere oder natürlich auch
auf Abfälle stürzen. Aber auch in den eigenen vier Wänden können Hunde zu typischen
Müllschluckern werden, indem sie den Abfalleimer in der Küche umwerfen und sich dann
begeistert für den Inhalt interessieren. Für uns Menschen ist es unverständlich, warum sich
Hunde für übelriechenden Müll oder Kot zum Fressen entscheiden, wenn wir ihnen doch
eigentlich das teuerste und beste Hundefutter kaufen.

Hunde haben natürlich einen ganz anderen Verdauungsapparat als wir Menschen, weshalb sie
auch beim Fressen von Pferdeäpfel im Prinzip keine Probleme haben. Gefährlich kann es
allerdings werden, wenn die Pferde vorher mit Medikamenten gegen Parasiten behandelt
wurden. Was den Müll angeht, so haben Hunde eine Vorliebe für die Reste von Joghurt,
schimmeliges Brot, vergammelten Käse und leider auch für übelriechendes Fleisch und Wurst.

Warum fressen Hunde eigentlich so gerne Müll?

Hunde fressen nicht nur gerne Müll, sondern eigentlich so gut wie alles, weshalb vor allem bei
der Anschaffung eines Welpen Schuhe, Strümpfe und auch die Möbel darunter leiden. Die
Vierbeiner waren eigentlich schon immer die beliebtesten Begleiter der Menschen, weshalb sie
auch schon seit zig Jahren daran gewöhnt sind, unsere Essensreste und die Abfälle zu fressen.
Ist unser Hund aber ständig auf der Suche nach Futter und frisst sogar Sand und Steine, dann
kann durchaus eine Mangelerscheinung in seiner Ernährung der Fall sein.

Es muss sich aber auch auf keinen Fall um Mangelerscheinungen handeln, denn Hunde
verlangen, wie kleine Kinder auch, große Aufmerksamkeit. Sie stellen alles mögliche an, nur
damit wir uns mehr auf sie konzentrieren. Langeweile kann übrigens ebenfalls ein Motiv sein,
warum Hunde sich so gerne mit unseren Abfällen beschäftigen. Ansonsten ist auch klar, dass
für Hunde der Geruch aus dem Mülleimer absolut faszinierend ist und sie deshalb nicht
verstehen können, warum das Naschen daran von uns verboten wird. In vielen Fällen sind die
Vierbeiner allerdings auch nur einfach unterfordert, da sie zu wenig Bewegung und geistige
Beschäftigung erhalten. Dies ist übrigens ein sehr häufiger Grund für die sogenannten
Zerstörungsanfälle bei Hunden.

Abfall kann allerdings für unsere Haustiere zu einem großen Problem werden, da eine
Lebensmittelvergiftung nicht ausgeschlossen werden kann. Lebensmittel aus dem Abfalleimer
oder aus dem Müll, die den Tieren schaden können sind beispielsweise Schokolade, Zwiebeln,
Knoblauch, Rosinen, Weintrauben und auch verdorbene Nahrungsmittel. Zersetzte oder
verdorbene Lebensmittel sind besonders für Welpen, kranke Hunde und auch für schon ältere
Vierbeiner schädlich. Aber auch Zigaretten und Tabak sind sehr gefährlich, da das Nikotin für
die Hunde ein Nervengift ist und bis zum Kreislaufkollaps führen kann. Bei den ersten
Anzeichen einer Vergiftung ist unbedingt der Tierarzt erforderlich, Panik sollte von den
Besitzern vermieden werden, damit sich der Hund beruhigen kann. Erbrechen erzwingen ist
nicht empfehlenswert, da die Situation dadurch nur noch verschlimmert werden kann und
auch noch wertvolle Zeit verloren geht. ​

Verbot-Müll

Maklay62 / Pixabay, creative commons public domain

Wie lässt es sich verhindern, dass mein Hund Abfall frisst?

Es gib mehrere Lösungen für dieses Problem. In der Regel ist es ausreichend, wenn man nach
einem geeigneten Abfalleimer sucht, der von Hunden nicht mehr aufgemacht oder umgekippt
werden kann. Ist der Hund aber in der Lage, eine geschlossene Tür zu öffnen, dann lohnt es sich
gegebenenfalls, wenn man die Türklinge gegen einen Türknauf austauscht. Ansonsten sollte
klar sein, dass Hunde beim Gassigehen an die Leine gehören. Dadurch lässt sich verhindern,
dass sie ihre Nasen in Mülltonnen, Abfalleimer oder in Komposthaufen stecken. Mit klaren
einfachen Kommandos wie Aus oder Nein sollten wir in der Lage sein, unseren Vierbeinern zu
zeigen, dass wir nicht einverstanden sind, wenn sie Dinge fressen, die sie nicht dürfen.
Selbstverständlich sollte man sie dann aber auch dementsprechend mit Leckerli belohnen,
wenn sie ihre Sache besonders gut machen.

Ein Maulkorb ist zwar sicherlich ebenfalls nützlich, damit der Hund keine Abfälle mehr frisst,
aber auch nicht unbedingt empfehlenswert. Wer seinen Hund in jeder Beziehung etwas
fordert, wird schnell feststellen, dass er seinem Herrchen mit der Zeit viel mehr
Aufmerksamkeit schenkt, als irgendwelchen Abfällen im Park oder im Wald. Bei täglichem
Training lernen die Hunde brav an der Leine zu gehen und sogar beim Radfahren ein guter
Begleiter zu sein. Abends sind sie dann in der Regel besser ausgepowert und schlafen zufrieden
nach dem Fressen ein. Dadurch wird nicht nur der Abfalleimer geschont, sondern auch die
Möbel in der restlichen Wohnung.

Die meisten Menschen wollen bei ihrem Hund nur die Probleme lösen und machen sich keine
großen Gedanken darüber, was wohl die eigentlichen Ursachen für ein falsches Verhalten sind.
Verschlimmert wird diese Unart auch noch, wenn man den Vierbeiner für seine Schandtaten
hart bestraft. Dies führt zu bleibender Unsicherheit und meist auch zu irreversiblen
Angstzuständen. Wir sind also meistens wirklich selbst daran Schuld, wenn unser Haustier nicht
so agiert, wie wir das von ihm erwarten.

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei
Essayhilfe.
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Bild & Quelle zum Beitragsbild: Hans / Pixabay, creative commons public domain

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