Emilio, oder: die Geburtstunde von „Hund mit Koffer“

Emilio, oder: die Geburtstunde von „Hund mit Koffer“

Wie Emilio in unser Leben trat habe ich euch bereits erzählt – seit dieser Zeit ist soviel passiert, dass ich mit dem Erzählen gar nicht hinterherkam. So kommt es heute, dass ich zwischenzeitlich dank unseres kleinen, mexikanischen Casanovas über ein großes Ereignis schreibe, welches sich vor einiger Zeit ereignet hat. Aber soviel ist sicher, die Geschichte, wie Landei Emilio sich in der Hauptstadt einfindet, dürft ihr bald hier auf Issn’ Rüde ebenfalls weiter verfolgen.

Ein Hundeleben ist nicht schwer – das Leben mit Hund dagegen sehr?

Emilio hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Nicht nur, dass die Schnarchnase gerne die komplette Aufmerksamkeit an einem gemütlichen Abend auf sich ziehen möchte indem er es sich auf diversen Schößen, Nacken, Kniekehlen oder Armbeugen gemütlich macht, auch muss man sein Leben mit Hund komplett umkrempeln. Aber nichts ist unmöglich, einzig und allein ein wenig Organisation ist nötig. So kommt es, dass man morgens eine Stunde eher aufsteht, seine Mittagspause zum Gassigehen “opfert”, (gut und gerne) abendliche Party-Aktivitäten in Grenzen hält, weil man den kleinen Wicht zu sehr vermisst und den Ekel vor stinkenden Pansen, rohen Hühnerherzen und zähem Schlund verliert – damit der Wuff nur das Beste in den Napf bekommt. Auch gehen Urlaubsreisen nicht mehr spontan mit dem Flieger in ein tolles All-Inclusive Resort oder auf Shopping-Tour nach New York, hier wird recherchiert und gut abgewogen, wo der kleine Fratz erwünscht ist und ob die Umgebung ihm genau soviel Erholung und Spaß bietet wie uns auch (oder eher: Ist der Urlaub etwas für den Hund?)

Der Berg ruft – Pfingsten 2014

So geschah es auch an jenem Tag im Juni, genauer gesagt über Pfingsten 2014 in einem kleinen Hotel in Pfronten im Allgäu. Unser zweiter Kurzurlaub mit Hund war gut geplant: mit mehreren E-Mails und Telefonanrufen wurde sichergestellt, ob unser vierbeiniger Freund denn WIRKLICH geduldet werde, wenn wir für die zwei Nächte einschneien. Bereits an der Rezeption wurden wir eines besseren belehrt. Freundlich begrüßend wiesen wir die nette Dame an der Rezeption darauf hin, dass wir doch tatsächlich einen Hund dabei hätten. Nungut, unser Emilio würde schließlich auch als Meerschweinchen an der Leine durchgehen – und genauso schaute die Rezeptionistin. Sie lächelte – “Aaach wie goldig. Ich habe vier davon zu Hause”. Die Erleichterung war groß, jedoch ging es noch weiter: “Aber ich muss Sie noch darauf hinweisen…” Ohje… wir hatten schon mit dem Schlimmsten gerechnet – Hundeverbot da, hier, die Fellnase darf dies und jenes nicht…” „…hier sind jedoch noch mehr Gäste mit Hund!”. Erleichterung machte sich breit. Auch wenn unser Raufbolzen mit der Seele eines Kampfhundes in Gedanken gerne jeden Hund zum Frühstück verspeisen würde, das würde für uns schon handlebar sein.

Die ganze Vielfalt der “anderen Gäste mit Hund” wurde uns am nächsten Morgen beim Frühstück erst bewusst. In weiser Voraussicht niemanden zu verärgern, ließen wir nach der großen Morgenrunde durch Berg und Wiese unseren King Emi wohl gesättigt auf dem Zimmer. Schon vor dem ersten Kaffee beim Herumschauen im Frühstücksraum fiel jedoch auf, dass an jedem Tisch im Frühstücksraum sich eine Decke mit mindestens einem haarigen Vierbeiner befand. Sowas hatten wir in der (zugegebenermaßen kurzen) Zeit mit Emi jedoch noch nicht erlebt. Hunde, die so selbstverständlich willkommen waren, wie jeder menschliche Gast auch – einfach ein Traum für jedes Frauli und Herrli. An jenem Morgen begann die Auseinandersetzung mit dem Thema hundefreundliche Hotels und wie man als Hundehalter am besten an maßgeschneiderte Informationen zu Hotelurlaub mit Hund rankommt.

Reisen+Urlaub+Hund

  • “Am besten wäre es, eine Plattform zu haben, bei der man den Schritt umgehen kann beim Hotel gesondert anzufragen, ob man denn ausnahmsweise den vierbeinigen Freund für den Aufenthalt mitnehmen dürfte – die Filterfunktion bei den gängigen Buchungsplattformen ist zu ungenau”
  • “Wichtig wäre auch zu wissen, wo der Hund denn überall mit hin darf. Denn nur alleine im Zimmer zu sitzen, während Herrchen und Frauchen noch ein Dessert im Restaurant nehmen ist doch öde.”
  • “Toll wären auch Hotels, die bereits Näpfe und Decken bereithalten, damit man nicht alles von zu Hause mitschleppen muss”…
  • Diese und andere Thesen flogen bei jedem Biss ins Brötchen nur so in den Raum. Die Idee war geboren und es war quasi vorherbestimmt an dieser zu feilen und sie weiter auszubauen.

    Kurze Zeit später hatten wir bereits genau die richtigen Teammitglieder in Aussicht, mit denen wir unsere Idee teilen wollten. Gemeinsam mit Uli und Paula, zwei hundeliebenden Veteranen der Hotellerie mit weitem Blick für grafische Ästhetik sowie wir, mein Freund Richard, dem Kreativkopf und Meister des Designs und Webentwicklung sowie meiner Wenigkeit mit Erfahrung in Text und PR war das Team schnell komplett und voll motiviert

    Hund-mit-Koffer.de war geboren

    Hunderte Stunden Brainstorming, Nächte über Codezeilen und Grafikprogrammen, Korrekturschleifen für Texte und Bildfreigaben ging www.hund-mit-koffer.de am 19. Februar 2015 offiziell online.

    Die Reise-Lifestyle-Plattform hat den Hintergrund und das Qualitätsmerkmal authentische Hotelempfehlungen von Hundehaltern für Hundehalter vorzustellen.

    Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie ehrlich die Einschätzung von Hundehaltern zu Unterkünften ist – auch wir würden nur Unterkünfte empfehlen, von denen wir überzeugt sind, dass sich eine Fellnase genauso wohlfühlt wie wir auch.

    Hundestimmen

    Neben den Ausstattungsmerkmalen des Hotels für Frauchen und Herrchen erhalten bei Hund-mit-Koffer.de vor allem die Hunde eine Stimme. Wir nehmen ausschließlich Hotels auf, die uns von Bello, Fifi und Co. empfohlen worden ist. So berichtet beispielsweise unser Emilio über unseren Sommerurlaub im Schladminger Falkensteiner Hotel und über den Besuch im relexa Hotel Stuttgarter Hof – seine Hundekumpels empfehlen weitere Hotels zum Toben und Relaxen in den Bergen, an der See in Wäldern und großen Städten.

    Um die Vielfalt an authentischen Hotels für Hund und Herrchen weiter auszubauen sind wir ständig auf der Suche nach Hundestimmen – macht es Emilio nach und werdet bei uns ein Hund mit Koffer. www.hund-mit-koffer.de/hoteltipp

    Ein Gastbeitrag von Magdalena Baszton

    Bild & Quelle: Hund mit Koffer, via Magdalena Baszton

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