Ein letztes Winseln und dann ist Schluss

Ein letztes Winseln und dann ist Schluss

Können Sie sich wild lebende Hunde vorstellen? Ich hab da meine Schwierigkeiten. In Afrika gibt es aber tatsächlich noch ein paar wenige, die Afrikanischen Wildhunde. Deren Zahl ist allerdings so klein, dass sie bereits auf der roten Liste für vom Aussterben bedrohte Tierarten steht. Schade, denn ihr soziales Verhalten lässt auf eine bemerkenswerte Spezies schließen.

So gibt es innerhalb eines jeden Rudels eine Art „Sozialversicherung“, die bei Krankheit, Mutterschaft und „Arbeitsunfall“ einsetzt und die Ernährung derer sichert, die nicht an der Jagd teilnehmen können (indem die gesunden Tiere ihre Beute mit den „Sozialfällen“ teilen).

Damit die Farmer nicht zum Gewehr greifen

Neben Krankheiten wie Tollwut und Staupe, übertragen von streunenden Hunden, sind die Menschen maßgeblich für die Nahezu-Ausrottung der Afrikanischen Wildhunde verantwortlich. Insbesondere Farmer haben hier in der Vergangenheit aus Angst um ihr Vieh schnell zur Waffe gegriffen, Fallen aufgestellt oder Giftköder ausgelegt.

afrikanischer Wildhund verendet

Bild & Quelle: Hunde helfen Hunden, via Thomas C. Bernadotte


Ein paar der letzten noch wild lebenden Afrikanischen Wildhunde leben derzeit im Mangetti-Gebiet, einem Landstreifen zwischen Etosha und Kaudum im Nordosten Namibias. Dort gibt es insgesamt fünf Rudel, die auf einer etwa 2.000 Quadratkilometer großen Rinderfarm vermutlich schon über Generationen hinweg leben. Für die Hunde ergeben sich hier schnell lebensbedrohliche Konflikte mit den Farmern – vor allem dann, wenn sie die Rinder der Farmer jagen. Nur was bleibt den Wildhunden anderes übrig, wenn sich ihre natürlichen Beutetiere kaum mehr in ihrem Jagdgebiet aufhalten, weil die Rinder sämtliche Grünflächen abgrasen.
Rudel Wildhunde

Bildangaben: Bild & Quelle: Hunde helfen Hunden, via Thomas C. Bernadotte

Bild & Quelle: Hunde helfen Hunden, via Thomas C. Bernadotte

Dr. Wolf und Wolfsblut gemeinsam für die Afrikanischen Wildhunde

Der Tierarzt Dr. Altstaedten, auch bekannt als Fernsehtierarzt Dr. Wolf, besitzt hervorragende Kontakte zur Naankuse Stiftung, die sich seit 2006 für ein Nebeneinander von Mensch und Wildtier einsetzt und mit den Farmern im Gespräch steht. Um die betroffenen Wildhunde zu schützen ist es für die Mitarbeiter von Naankuse wichtig, den Bestand zu überwachen. Dafür werden spezielle Wildkameras an den Wasserstellen installiert.

Wildhund in Afrika wird behandelt

Bild & Quelle: Hunde helfen Hunden, via Thomas C. Bernadotte


Da die finanziellen Mittel für eine flächendeckende Überwachung fehlen, haben sich Dr. Wolf und Wolfsblut zusammengetan und die Aktion „Hunde helfen Hunden“ ins Leben gerufen. Wolfsblut ist bei vielen Hundehaltern bekannt für getreidefreies Hundefutter, dessen Zusammensetzung die Nahrung der Ur-Hunde zum Vorbild hat und diese mit dem Wissen unserer Zeit verbindet.

Hunde helfen Hunden

Die Beschaffung der benötigten Wildkameras ist das erste Projekt der Aktion Hunde helfen Hunden. Zu dessen Finanzierung gibt es von Wolfsblut die neue Futtersorte African Dog, mit nur natürlichen Inhaltsstoffen und echtem Wildgeflügel als Hauptbestandteil.

Wildhund in Afrika über Videokamera beobachtet

Bildangaben: Bild & Quelle: Hunde helfen Hunden, via Thomas C. Bernadotte

Bild & Quelle: Hunde helfen Hunden, via Thomas C. Bernadotte


Für die zweckgebundene Verwendung des Geldes wurde die Wolfsblut Stiftung gegründet, eine gemeinnützige Organisation, deren Ziel der Schutz bedrohter Tierarten ist. Die Wolfsblut Stiftung sorgt dafür, dass der gesammelte Betrag auch tatsächlich zum Kauf der Wildkameras verwendet wird und dass diese Kameras im Mangetti-Gebiet dafür eingesetzt werden, den Bestand der wenigen noch wild lebenden Afrikanischen Wildhunde in Namibia zu erhalten.

Sie können die Aktion auf www.hunde-helfen-hunden.de unterstützen.

Ein Beitrag von Thomas C. Bernadotte

Alle Bilder & Quellen: Hunde helfen Hunden, via Thomas C. Bernadotte

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