Der Pudel

Der Pudel

Beim Pudel handelt es sich um eine der bekanntesten Hunderassen. Während er zumeist auf sein Schosshunddasein und seine Maße reduziert wird, zeigt die Züchterin Bärbel Muheibesch ganz andere Seiten von ihm auf und entführt uns temporeich in seine Hundegeschichte, um anschließend darzulegen, warum sie Harlekinpudel ins Herz geschlossen hat.

Der Pudel – eine bewegte Geschichte

Ursprünglich wurde er früher zur Wasserjagd eingesetzt. Wahrscheinlich ist sein Name deswegen aus dem altdeutschen „puddeln=im Wasser planschen“ entstanden. Im Laufe der Zeit geriet dieser Verwendungszweck des Pudels aber immer mehr in Vergessenheit und so ist der Jagdinstinkt bei vielen Vertretern dieser Rasse nicht mehr sehr ausgeprägt – es gibt allerdings Ausnahmen.
Ende des 19. Jahrhunderts begann die professionelle Pudelzucht – schwarz, braun und weiß waren damals die üblichen Farben. Heute unterscheiden wir vier verschiedene Arten:

  • Großpudel
  • Kleinpudel
  • Zwerpudel
  • Toypudel
  • Farblich wurde die Palette um die Farben silber, apricot und red erweitert. Außerdem gibt es seit vielen Jahren auch die Farbschläge harlekin (weiß-schwarz) und black and tan (schwarz-loh) – diese beiden Farbschläge werden aber von Frankreich (dem standardführenden Land) und dementsprechend auch von der FCI nicht anerkannt und sie werden auch nach ca. 20 Jahren offizieller Zucht noch heute als Neufarben bezeichnet.
    Mehr zur Hunderasse Pudel in diesem VDH-Video:

    Ein lernwilliger Charakter

    Der Pudel ist ein intelligenter, lernwilliger und sehr anpassungsfähiger Hund der sich freut wenn man sich mit ihm beschäftigt – sei es im Hundesport (Agility, Obedience usw.) oder man bringt ihm einfach Zuhause kleine Kunststückchen bei und natürlich sind die täglichen Spaziergänge nicht zu vergessen.

    Diese Eigenschaften machen den Pudel zum idealen Begleiter von fast jedermann.

    Allerdings sind die Charaktere der verschiedenen Farbschläge doch recht unterschiedlich, so sollte man sich bei einem verantwortungsvollen Züchter vorher über das Wesen der Hunde, die man aufgrund der Farbe ausgewählt hat, erkundigen. Dass die Pudel kein Haare verlieren, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Sicher ist sein Pflege durch regelmäßiges Baden, Kämmen und Frisieren etwas aufwändiger als bei anderen Rassen, aber es hat auch den Vorteil, das jeder das Aussehen „seines“ Pudels nach eigenem Geschmack gestalten kann. Ob man eine der klassischen Schuren wählt oder ihn einfach rundum kurz schneidet, bleibt jedem selber überlassen, nur eins sollte man besser nicht tun – ihn auf den Status eines Frisurenmodels reduzieren.

    Pudel vom Züchter

    Quelle: Kluntje Pudel // Bärbel Muheibesch

    Warum wir den Harlekinpudel lieben

    Unser erster Pudel – zu dem wir kamen wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind – war ein kleines Harlekinmädchen, ein Zwergpudel. Sie brachte mir innerhalb weniger Tage bei, dass

    Pudel nicht die Oma- oder Sofahunde sind, als die sie immer noch gern bezeichnet werden.

    Ihre Erziehung gelang -dank ihrer Intelligenz- fast von allein: sie hat geschaut, was die anderen Rudelmitglieder machen und es ihnen nachgemacht. Ich war (und bin es heute noch) völlig fasziniert. Soetwas hatte ich noch bei keinem unserer anderen Hunde erlebt.
    Unsere Harlekinpudel sind fröhliche und ausgeglichene kleine Kobolde – richtige „Gutelaunehunde“, die unterwegs beim Spaziergang richtige Powerpakete sein können und im Haus recht ruhig und ausgeglichen sind und auch gern einen gemütlichen Fernsehabend mit uns auf der Couch verbringen. Unsere Welpen leben zum Teil bei jungen Familien mit Kindern, denen sie tolle Spielgefährten sind, aber auch bei älteren Menschen. Die Vielseitigkeit des Pudels macht fast alles möglich.

    Ihr freundliches, ausgeglichenes Wesen und ihre Verträglichkeit mit fast allem, was auf dieser Welt zu finden ist, macht die Harlekinpudel (auch Harlis genannt) für mich zum idealen Hund und Familienmitglied.

    So wurden wir Pudel Züchter

    Der tolle Charakter dieser Pudel hat mich auch dazu verleitet mit der Pudelzucht zu beginnen – ich bin einfach der Meinung, so ein tolles Familienmitglied sollten mehr Menschen haben – und so züchten wir seit 3 Jahren mit viel Spaß und Freude Harlekinzwergpudel unter dem Namen „vom Kluntje„. Unser Zwingername ist VDH/FCI geschützt.

    Alle Bilder: Bärbel Muheibesch, Quelle: Kluntje Pudel, via Bärbel Muheibesch

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