Der Kokoni – Spartas Rasse Portrait

Der Kokoni – Spartas Rasse Portrait

Ich bin es mal wieder, Sparta. Die letzten Texte durfte Frauchen ganz alleine schreibe, aber nun muss ich mich mal wieder zu Wort melden. Ihr wisst sicher schon einiges aus meinem Buch über mich. Heute möchte ich euch etwas erzählen, dass ihr ganz sicher noch nicht wisst. Da bin ich mir so sicher, weil Frauchen und sogar ich selbst es bis vor Kurzem nicht wussten. In meinem Buch erzähle ich ganz stolz davon, ein Mischling zu sein, ganz besonders und einzigartig. Doch was stellte sich raus? Ich bin wahrscheinlich gar kein Mischling. Ich bin ein Kokoni. Die Meisten von euch denken sich jetzt sicher so etwas wie: „Ein was bist du?“, und genau so ging es mir auch. Ich habe Frauchen für mich recherchieren lassen, und was sie gefunden hat, gefällt uns sehr. Aber das meiste wussten wir auch schon.

Der kleine Hund

Kokoni Hund auf Rasen

Bild & Quelle: Nadine Brandt


Kokoni bedeutet auf griechisch so viel wie: „Kleiner Hund“. Klingt erst mal nicht so vielversprechend, aber keine Sorge, es wird noch besser. Uns gibt es wohl schon seit der Antike. Abbildungen von uns sind überall zu finden. Wir begleiten den Menschen also schon sehr lange, und das machen wir mit jeder Menge Spaß

. Unsere Menschen lieben wir einfach über alles, sie uns natürlich auch. Am liebsten lassen wir sie gar nicht aus den Augen.

Ich kann das nur bestätigen. Wenn Frauchen mal wieder meine Texte für euch aufschreibt, liege ich am liebsten neben ihr im Regal oder unter dem Tisch. Sollte sie doch mal, ohne mich und Emily das Haus verlassen, freuen wir uns riesig, wenn sie wieder kommt. Wir springen, bellen, knibbeln und stupsen. Ich bringe ihr eines meiner Lieblingsspielzeuge und höre gar nicht mehr auf, mich schwanzwedelnd im Kreis zu drehen. Ja, wir haben schon eine ganz besondere Beziehung zu unseren Menschen. In unseren kleinen Körpern schlägt nämlich ein riesiges Herz.
Wo wir gerade noch mal beim Thema klein sind, wir machen unsrem Namen wirklich alle Ehre. Emily und ich bringen es auf stolze 5,5 Kilo. Damit liegen wir so richtig im Kokoni-Durchschnitt. Unsere Artgenossen gibt es wohl von 4-8 Kilo. Das Gewicht verteilt sich auf stattliche 24-35 cm Widerristhöhe. Also es ist nicht unser Kampfgewicht, das uns so groß raus bringt.

Was uns Kokoni ausmacht

Ich erfülle wohl alle Eigenschaften, die man als richtiger Kokoni mitbringen sollte. Trotzdem ist es gar nicht so einfach den Kokoni so ganz allgemein zu beschreiben. Uns gibt es in allen möglichen Farben, mache haben ganz kurzes, andere recht langes Fell, die meisten irgendwas dazwischen. Unsere Rute ist stets sehr buschig und wir tragen sie stolz im Halbkreis gebogen. Wenn man dieser Beschreibung glaubt, ist auch Anton ein Kokoni, oder zumindest ein Kokoni-Mischling. Dabei sieht er doch so ganz anders aus als Emily und ich. Aber all seine Eigenschaften passen.

Kokoni Hund mit Freund auf Strasse

Bild & Quelle: Nadine Brandt


Für unsere Größe sind wir recht lang und haben nicht solche Stummelbeine, wie manch anderer kleiner Hund. Unsere Augen sind dunkelbraun und funkeln, wenn wir uns freuen. Und wir freuen uns eigentlich immer.
Es gibt aber auch wirklich viele Dinge, die uns einen Grund zur Freude geben. Emily liebt es zum Beispiel, einfach zu laufen. Nicht hinter einem Ball oder Stöckchen her, nein einfach so. Am liebsten ist sie im Wald. Da kann sie über Baumstümpfe springen, auf umgefallen Bäumen balancieren und einfach wie wild durch die Gegend hüpfen. Während sie wie ein kleiner Grashüpfer das Unterholz unsicher macht, versuche ich mich am liebsten als Maulwurf. Mit ganzem Körpereinsatz wühle ich mich durch den Boden und beseitige jede Wurzel, die sich mir in den Weg stellt. Frauchen sagt immer, wir seien richtige kleine Raketen.
Kokoni beim Buddeln

Bild & Quelle: Nadine Brandt

Wir sind keine Hunde für: „Mal eben eine kleine Runde um den Block“, wir wollen jeden Tag die Welt erobern.

Die Unermüdlichen

Den Wald erobern wir jeden Tag aufs Neue. Nicht ist vor uns sicher, jeder Winkel wird von unseren neugierigen Nasen untersucht. Wir flitzen um jede Ecke, ganz egal, welche Gefahr dort lauern könnte. Dabei gucken wir aber auch immer, wo unsere Menschen sich rumtreiben, und sollten wir das wohlbekannten Pfeifen hören, sprinten wir sofort, oder nach einer kurzen Bedenkzeit, zurück.

Kokoni Hund auf Wiese

Bild & Quelle: Nadine Brandt


Doch auch außerhalb des Waldes können wir unseren Spaß haben und uns beweisen.
Hunde spielzeug

Bild & Quelle: Nadine Brandt


Herrchen und Frauchen hatten letztens die tolle Idee uns ein Intelligenzspielzeug zu bauen. Der Name kommt von den Menschen, nicht von uns. Drei Stunden saßen sie am Tisch, haben kleine Holzkisten, Schachteln, Bändchen und Schubladen zu einem Spielzeug zusammengebaut. Zwei Minuten haben wir gebraucht um alle Leckerlies zu entdecken und erfolgreich zu verschlingen. Eine zweite Runde ist da natürlich Pflicht und gegen eine dritte haben wir auch nichts einzuwenden.

Was das Frauchen besonders freut

Bis jetzt ist eines natürlich ganz klar, wir haben nur Vorteile. Wir sind niedlich, klein, verspielt, intelligent, fröhlich, kuschlig und lieben unsere Menschen über alles. Doch ein paar Dinge haben Frauchen bei ihrer Recherche besonders gefallen.

Unsere Lebenserwartung beträgt 16 Jahre und mehr.

Darüber freuen wir uns natürlich genauso wie Frauchen, weil das bedeutet, dass wir noch ganz lange zusammenbleiben können. Dem sollte auch nichts im Weg stehen, da der Kokoni keine rassetypischen Krankheiten hat. Wir sind einfach durch und durch putzmunter und gesund.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr jetzt ganz wild darauf seid, selbst einen Kokoni kennenzulernen.

Um euch die Suche etwas zu erleichtern, möchte ich euch noch kurz erklären, wie ihr am besten euren ganz eigenen Begleiter findet.

Ihr könnt es euch sparen, direkt nach uns zu suchen. Vergesst nicht, wir sind kleine Griechen, und in Griechenland findet man die meisten Hunde einfach auf der Straße. Guckt euch ein paar Seiten von griechischen Tierschutz Einrichtungen an.

Dort werdet ihr vermutlich nicht das Wort Kokoni unter jedem zweiten Bild finden, aber ihr werdet es wissen, wenn ihr einen gefunden habt.
Emily und ich kommen aus dem Süden Kretas, und jetzt wo ich weiß, was unsere Rasse ausmacht, kann ich euch sagen, es gibt noch jede Menge von uns, die ihren Menschen noch suchen.

Ein Gastbeitrag von Nadine Brandt.

Alle Bilder & Quellen: Nadine Brandt

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